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7.5.2026 – Parlamentswahlen in Schottland und Wales  – Der mögliche Weg in die Unabhängigkeit

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In Schottland und Wales finden am 7.5.2026 Parlamentswahlen statt. In beiden Teilrepubliken des („noch“) vereinigten Königreichs Großbritannien ist die Unabhängigkeitsbewegung stark.

Parlamentswahlen in Schottland –  Unabhänigkeitsreferendum 2014 – SNP und Scottish Greens sind für die Unabhängigkeit Schottlands

Am stärksten ist der Wunsch nach Unabhängigkeit in Schottland, wo 2014 ein verbindliches Unabhängigkeitsreferendum, welches zwischen den Regierungen in Großbritannien und Schottland ausgehandelt worden war, stattgefunden hatte. Die Bevölkerung in Schottland hatte sich damals 55,18 % zu 44,82 % knapp gegen die Unabhängigkeit Schottlands und für einen Verbleib bei Großbritannien entschieden. Dass sich die Briten zwei Jahre später in einem Referendum für den Brexit entscheiden und aus der EU austreten würden, galt 2014 noch für so gut wie ausgeschlossen. Die SNP (Scottish National Party) ist traditionell die stärkste Partei im schottischen Parlament und hält aktuell 63 von 129 Sitzen. Auch die „Scottish Greens“, die schottischen Grünen setzen sich für die Unabhängigkeit Schottlands ein. Umfragen zeigen, dass die Unterstützung für die Unabhängigkeit weiterhin relativ hoch ist (z. B. 47 % „Yes“ im Februar 2026 und damit über den Zustimmungswerten für das „Yes“ von 2014), was indirekt auch die SNP und die Scottish Greens stärkt.

SNP und Scottish Greens Koalitionen und Spannungen

Die SNP und die Scottish Greens hatten seit 2021 eine formelle Zusammenarbeit („Bute House Agreement“).

Diese Koalition brach im April 2024 auseinander, nachdem die SNP Klimaziele zurücknahm. → First Minister Humza Yousaf beendete das Abkommen einseitig.

Die Grünen reagierten heftig und kündigten an, gegen Yousaf in einem Misstrauensvotum zu stimmen.

Dennoch gilt

Beide Parteien sind pro‑Unabhängigkeit. Koalitionen hängen oft vom Wahlergebnis und strategischen Notwendigkeiten ab. Die politischen Verhältnisse in Schottland haben sich seit dem Brexit fundamental verändert.

Parlamentswahlen in Wales

In Wales wird das pro-Unabhängigkeitslager von Plaid Cymru angeführt. Auch die walisischen Grünen treten für die Unabhängigkeit ein. 

Mehrere aktuelle MRP‑Umfragen deuten darauf hin, dass Plaid Cymru am 7. Mai 2026 tatsächlich stärkste Partei werden könnte:

  • Eine YouGov‑MRP‑Projektion sieht Plaid bei 43 von 96 Sitzen, nur sechs Sitze unter einer absoluten Mehrheit.
  • Die Walisischen Grünen könnten laut Projektionen 5–12 Sitze gewinnen – ein historischer Durchbruch.
  • Beide Parteien sind pro‑Unabhängigkeit bzw. klar dezentralisierungsfreundlich.
  • Eine Koalition aus Plaid (ca. 43 Sitze) und Grünen (ca. 10 Sitze) würde eine Mehrheit ermöglichen.
    Plaid‑Chef Rhun ap Iorwerth hat erklärt, er bevorzuge eine Minderheitsregierung, schließt Koalitionen aber nicht kategorisch aus.
  • Die Grünen betonen, sie könnten „Kingmaker“ werden und wären offen für Verhandlungen – auch mit Plaid.

Für Wales wäre dies ein historisches Ergebnis, da Plaid Cymru bisher nie die stärkste Fraktion im walisischen Parlament gewesen war und das pro-Unabhängigkeitslager in Wales noch nie so stark gewesen war. 

Eine pro-Unabhängigkeit-Plaid‑Grün‑Koalition ist möglich, wenn die Sitzverteilung stimmt und beide Seiten bereit sind, Kompromisse einzugehen.

Politische Lage in Großbritannien

Die Sozialdemokratischen Labour vom britischen Premier Keir Starmer verliert derzeit deutlich an Zustimmung, während die Grünen stark zulegen und in vielen Umfragen Labour bereits überholt haben.

Die Grünen profitieren besonders von jungen Wählern und enttäuschten Labour-Anhängern.

Nordirland

Das Karfreitagsabkommen erlaubt ein Referendum („border poll“), wenn der britische Northern-Ireland‑Minister der Meinung ist, dass eine Mehrheit für die Wiedervereinigung wahrscheinlich ist. Was in den nächsten Jahren möglicherweise der Fall sein könnte.

In Summe wäre das ein massiver symbolischer Druck auf die Regierung in Westminster:
„Schottland und Wales wollen mehr Selbstbestimmung und das erste bzw. zweite Unabhängigkeitsreferendum ihrer Geschichte– und eure eigene progressive Basis läuft zu den Grünen über.“

Signalwirkung der Nationen:

Klare Mehrheiten für pro‑Unabhängigkeitsparteien in Schottland und Wales plus ein ernsthaft diskutierter Border Poll in Nordirland würden die Legitimitätsfrage der Union verschärfen.

Innerparteilicher Druck:

Linke und dezentralisierungsfreundliche Strömungen innerhalb Labour könnten sagen: „Wenn wir die Union retten wollen, müssen wir sie neu verhandeln – Föderalisierung, möglicherweise sogar neue klar geregelte Referenden.“

Fazit

Großbritannien sollte die historische Chance ergreifen und Nord-Irland, Schottland und Wales das Recht auf Selbstbestimmung und auf neue verbindliche Unabhängigkeitsreferenden nach dem Vorbild des schottischen Referendums von 2014 gewähren. Die EU (Europäische Union) sollte umdenken, um allen Nationen,Völkern und Minderheiten innerhalb der Europäischen Union wie beispielsweise Katalonien, Süd-Tirol, Baskenland, Flandern, Aoste, Korsika, Galizien oder Sardinien das Recht auf Selbstbestimmung und Unabhängigkeit zu gewähren. Anstatt mit Staaten wie der Türkei oder Serbien offizielle Beitrittsgespräche zu führen, wäre Brüssel gut beraten möglicherweise neu entstehenden demokratischen Staaten innerhalb und außerhalb der heutigen EU Außengrenzen wie Schottland, Katalonien, Wales oder Wiedervereinigungen wie Süd-Tirol – Tirol – Österreich, Nord-Irland – Irland  Kosova (Kosovo) (Union Kosova-Albanien,) anzuerkennen und das Recht auf einen schnellen Beitritt in die EU ermöglichen. Die Zukunft Europas liegt in den geteilten Völkern, Regionen und Nationen des Kontinents. Die EU als ein progressiver demokratischer Verbund selbstbestimmter, unabhängiger Staaten, Nationen, Völker, Minderheiten und Regionen würde tatsächlich dem demokratischen Motto und Wahlspruch der Europäischen Union „In Vielfalt geeint“ entsprechen. 

Quelle: www.taz.de

https://taz.de/Verlust-bei-Nachwahl/!6123966/

Quelle: www.bpb.de

https://www.bpb.de/kurz-knapp/hintergrund-aktuell/521212/vor-25-jahren-referenden-zum-karfreitagsabkommen/

Quelle: www.whatscotlandthinks.org

https://www.whatscotlandthinks.org/opinion-polls/scotland-poll-results/

Quelle: https://inews.co.uk

https://inews.co.uk/news/politics/labour-suffers-worst-poll-ratings-election-greens-surge-4318983

Quelle: my-politics-blog.com

https://my-politics-blog.com/selbstbestimmung-fuer-katalonien-gegen-katalanophobie/

Quelle: my-politics-blog.com

https://my-politics-blog.com/grossbritannien-demokratisches-beispiel-bezueglich-ukraine-solidaritaet-und-selbstbestimmung/

Quelle: my-politics-blog.com

https://my-politics-blog.com/geopolitische-analyse-jenseits-der-logik-grosser-bloecke/

Quelle: my-politics-blog.com

https://my-politics-blog.com/europas-rechtsruck-warum-die-eu-am-scheideweg-steht/

Quelle: www.elnacional.cat

https://www.elnacional.cat/ca/politica/premsa-espanyola-com-qui-sent-ploure-victoria-puigdemont-europa_1548506_102.html

Quelle: schuetzen.com

https://schuetzen.com/2024/10/09/schottische-konferenz-fuer-mehr-unabhaengigkeit-schuetzen-mit-dabei/

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