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Zwölf Jahre nach der Annexion der Krim: Warum die Ereignisse von 2014 bis heute entscheidend sind
Zwölf Jahre sind vergangen, seit Russland im März 2014 die ukrainische Halbinsel Krim völkerrechtswidrig annektierte. Was damals geschah, war kein spontaner Volksaufstand, keine demokratische Sezession und schon gar kein legitimer Ausdruck eines angeblichen „Willens des Volkes“. Es war eine militärisch orchestrierte Operation, die unter dem Deckmantel von Propaganda, Desinformation und inszenierten Protesten durchgeführt wurde – und die den Grundstein für den bis heute andauernden russischen Angriffskrieg legte.
Vor 2014: Keine nennenswerten separatistischen Bewegungen
Entgegen der russischen Darstellung existierten vor 2014 weder auf der Krim noch in Sewastopol bedeutende prorussische oder separatistische Bewegungen. Die Region war kulturell vielfältig und politisch klar in die Ukraine integriert. Besonders die Krimtataren – die indigene Bevölkerung der Halbinsel, die 1944 unter Stalin deportiert wurde – standen traditionell fest auf proukrainischer Seite.
Beim ukrainischen Unabhängigkeitsreferendum am 1. Dezember 1991 stimmten alle Regionen der Ukraine mit deutlicher Mehrheit für die staatliche Unabhängigkeit der Ukraine. Auch die Krim und Sewastopol votierten mit über 50 % dafür – ein klarer Beleg dafür, dass die Bevölkerung damals keine Abspaltung von der Ukraine wollte.
Die inszenierten „Anti-Maidan“-Proteste
Die prorussischen Demonstrationen, die im Februar 2014 plötzlich auf der Krim auftauchten, waren keine organischen Bürgerbewegungen. Sie wurden propagandistisch unterstützt, finanziert und logistisch begleitet – direkt aus Russland. Diese Proteste dienten als Vorwand, um eine militärische Operation zu legitimieren, die längst vorbereitet war.
„Grüne Männchen“ und das Fake-Referendum
Ende Februar 2014 tauchten bewaffnete, maskierte Soldaten ohne Hoheitsabzeichen auf der Krim auf – die später berüchtigten „grünen Männchen“. Russische Truppen besetzten strategische Punkte, umzingelten ukrainische Militärbasen und übernahmen die Kontrolle über die lokale Verwaltung.
Am 16. März 2014 organisierten die Besatzer ein sogenanntes „Referendum“, dessen Ergebnis – angeblich über 90 % Zustimmung zum Anschluss an Russland – massiv gefälscht war. Internationale Beobachter waren nicht zugelassen, Menschen wurden unter Druck gesetzt, teils mit Waffen bedroht. Die Abstimmung fand unter militärischer Besatzung statt und verstieß gegen ukrainisches Recht wie auch gegen grundlegende Prinzipien des Völkerrechts.
Zum Vergleich: Das Unabhängigkeitsreferendum von 1991 war demokratisch, frei, fair und international anerkannt. Dieser Unterschied ist zentral, um die russische Propaganda vom angeblichen „Seperatismus“ zu entlarven.
Putins Inszenierung und die Ausweitung des Konflikts
Am 18. März 2014 verkündete Wladimir Putin in einer groß inszenierten Show in Moskau die „Aufnahme“ der Krim in die Russische Föderation.
Doch die Annexion war erst der Anfang. Kurz darauf destabilisierten prorussische Milizen – in Wahrheit verdeckte russische Militär- und Paramilitäreinheiten – gezielt den Ostukrainischen Donbas. Auch dort wurden Scheinreferenden abgehalten, die keinerlei demokratische Legitimität besaßen. Der Krieg im Osten der Ukraine begann somit bereits 2014, nicht erst 2022.
Russland selbst bestätigte 2024 offiziell, dass seine Truppen seit 2014 im Donbas aktiv waren – ein Eingeständnis, das die jahrelangen Lügen über angebliche „Separatisten“ endgültig widerlegte.
Der Weg zur Vollinvasion 2022
Die Ereignisse von 2014 waren der Auftakt zu einem langfristig geplanten russischen Angriffskrieg. Die Annexion der Krim, die Destabilisierung des Donbas und die systematische Propaganda gegen die Ukraine bildeten die Grundlage für die großangelegte Invasion vom 24. Februar 2022, und für die Annexion der Südostukraine inklusive des ukrainischen Donbas durch Putin am 30.9.2022. – Die Annexion der Krim war der Beginn des Konflikts, der 2022 in einen offenen Krieg überging.
Warum diese historische Einordnung wichtig bleibt
Russland versucht bis heute, die Annexion der Krim als „friedliche Sezession“ darzustellen. Doch die Fakten sprechen eine klare Sprache:
- Es gab keine relevanten separatistischen Bewegungen vor 2014.
- Die Krimtataren und große Teile der Bevölkerung standen zur Ukraine.
- Das Referendum von 2014 war illegal, manipuliert und unter Waffengewalt erzwungen.
- Russische Truppen waren von Anfang an beteiligt – offen oder verdeckt.
- Der Krieg begann 2014, nicht 2022.
Zwölf Jahre später bleibt die Annexion der Krim ein eklatanter Bruch des Völkerrechts – und ein Mahnmal dafür, wie gefährlich Desinformation und hybride Kriegsführung sind.
Quelle: www.bpb.de
Quelle: www.lpb-bw.de
https://www.lpb-bw.de/chronik-ukrainekonflikt?utm_source=copilot.com
Quelle: politonomia.politosophia.org
Quelle: www.bpb.de
https://www.bpb.de/themen/kriege-konflikte/dossier-kriege-konflikte/504333/sezession/
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https://www.bpb.de/mediathek/reihen/was-sie-ueber-die-ukraine-wissen-sollten/521902/unabhaengigkeit/
Quelle: www.ukrinform.de
Quelle: my-politics-blog.com
https://my-politics-blog.com/kann-man-putin-mit-hitler-vergleichen-eindeutige-parallelen/
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https://my-politics-blog.com/russische-okkupanten-sind-keine-sezessionisten-oder-separatisten/
Quelle: my-politics-blog.com
https://my-politics-blog.com/1-12-1991-unabhaengigkeitsreferendum-in-der-ukraine/




