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Die Fatale Verharmlosung Putins vor 2022 in Deutschland.
Lange Zeit galt Wladimir Putin in Deutschland als „pragmatischer Staatschef“ – ein Politiker, mit dem man trotz Differenzen Geschäfte machen und „politische Stabilität“ sichern könne. Noch bis kurz vor der Vollinvasion der Ukraine am 24. Februar 2022 wurde er von Teilen der Gesellschaft und Politik als das „geringere Übel“ oder als ein „pragmatischer Politiker“ betrachtet. Diese Wahrnehmung war nicht nur naiv, sondern auch gefährlich. Denn Putins Herrschaft war von Beginn an geprägt von Krieg, Unterdrückung und systematischer Verfolgung. Ein Land das unter Putins Führung bereits vor 2022 seine Nachbarn überfallen hatte und zudem eine Atommacht ist.
Putins Weg der Gewalt
- 1999/2000 – Beginn der Kriege: Bereits als Ministerpräsident und kurz darauf als Präsident führte Putin Krieg. Zunächst in Dagestan, dann im zweiten Tschetschenienkrieg gegen die demokratische Republik Tschetschenien-Ichkeria, wobei die Hauptstadt Grosny dem Erdboden gleichgemacht wurde.
- Syrien: Später unterstützte Russland das Assad-Regime in Syrien mit massiven Bombardierungen, die ganze Städte wie Aleppo zerstörten.
- Ukraine ab 2014: Mit der Annexion der Krim und dem Krieg im Donbas begann Putins Angriff auf die Ukraine lange vor 2022. Oppositionelle, Krimtataren und Ukrainer wurden verfolgt, deportiert und entrechtet.
- Systematische Unterdrückung im Inneren und Menschenrechte:
- Seit Mitte der 2000er Jahre verschärfte Putin Schritt für Schritt die Diskriminierung von LGBTIQ-Personen.
- Gesetze: Das „Homopropaganda-Gesetz“ von 2013 verbot öffentliche Sichtbarkeit von Homosexualität, Pride-Veranstaltungen und mittlerweile selbst Inhalte im Internet.
- Gewalt: Überfälle auf Homosexuelle durch Neonazis und Rechtsextreme wurden vom Staat geduldet oder gar unterstützt.
- Deutsche Fehleinschätzungen und
Politische Verharmlosung: - Teile der deutschen Politik – von der AfD bis zu Sahra Wagenknecht (heute BSW) – stellten Putin noch kurz vor der Invasion als harmlos dar.
- Wirtschaftliche Interessen: Projekte wie Nord Stream 2, unterstützt von den Deutschen Bundeskanzlerinnen Gerhard Schröder, Angela Merkel und anfangs auch Olaf Scholz, banden Deutschland eng an russisches Gas und Öl.
- Gesellschaftliche Wahrnehmung: Umfragen zeigten, dass viele Deutsche Putin sogar gegenüber Trump oder Erdoğan bevorzugten – eine fatale Fehleinschätzung, die sich später rächte.
Lehren für die Gegenwart
Die Vollinvasion der Ukraine hat gezeigt, dass autoritäre und Totalitäre Herrscher nicht durch Beschwichtigung oder wirtschaftliche Kooperation gezähmt werden können. Opportunismus, Angst und wirtschaftliche Interessen führten Deutschland und Europa in eine gefährliche Abhängigkeit.
Heute erleben wir gewissermaßen ähnliche Muster:
Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni wird in Deutschland oft als „pragmatisch“ dargestellt, obwohl sie und ihre Partei Fratelli d’Italia, ideologisch fest im neofaschistischen Denken verankert ist , und ihre Regierung gerade dabei ist LGBTIQ-Rechte in Italien zu beschneiden. Ihr Vizepremier Matteo Salvini von der Rechtsradikalen Lega bleibt prorussisch eingestellt. Die Repression und militärische Gewalt, seitens der Militärpolizeilichen Guerdia Civil beim Unabhängigkeitsreferendum in Katalonien im Oktober 2017 durch den spanischen Staat und eine Regierung unter Mariano Rajoy von der Alt franquistischen PP, wurde von der deutschen Politik mehrheitlich stillschweigend hingenommen. Die Verstöße des ungarischen Präsidenten Viktor Orbán gegen Menschenrechte, seine Nähe zu Putin, hatten seitens der deutschen Regierung und der Europäischen Union keine nennenswerten Konsequenzen oder Sanktionen zur Folge. Auch hier spielen wirtschaftliche Interessen, Italien und Spanien als dritt und viertgrößte Volkswirtschaften der Europäischen Union eine wichtige Rolle.
Fazit:
Geschichte wiederholt sich nie eins zu eins, doch sie mahnt. Putins Kriege – von Tschetschenien-Ichkeria über Syrien bis zur östlichen Ukraine – hätten längst ein Warnsignal sein müssen. Hunderttausende Tote durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine sind nicht nur eine Tragödie, sondern auch ein Spiegel der Verharmlosung, die Putin jahrzehntelang entgegengebracht wurde.
Deutschland, Europa und die Welt müssen endlich lernen: Rechtsradikale, Autoritäre, fundamentalistische und totalitäre Staatschefs dürfen niemals als „pragmatisch“ oder „weniger schlimm“ verharmlost werden. Denn die Deutsche Vergangenheit von 1933-1945 , der Angriffskrieg auf die Ukraine seit 2014 und insbesondere seit 2022 zeigen, die Kosten dieser Fehleinschätzung sind unermesslich.
Quelle: my-politics-blog.com
https://my-politics-blog.com/ukraine-seit-2022-von-europa-und-der-nato-im-stich-gelassen/
Quelle: my-politics-blog.com
https://my-politics-blog.com/50-jahre-nach-francos-tod-der-schatten-des-franquismus/
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https://my-politics-blog.com/meloni-und-fratelli-ditalia-prorussische-aussagen-ueber-putin/
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https://my-politics-blog.com/russifizierung-und-unterdrueckung-ukrainische-sprache-1682-2025/https://my-politics-blog.com/katalonien-und-ukraine-freundschaft-und-solidaritaet/
Quelle: my-politics-blog.com
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https://my-politics-blog.com/lgbtiq-soldaten-in-der-ukraine-helden-und-verteidiger-der-freiheit/
Quelle: my-politics-blog.com
https://my-politics-blog.com/demokratie-und-solidaritaet-mit-der-ukraine/
Quelle: www.1.wdr.de
https://www1.wdr.de/daserste/monitor/sendungen/russlands-propaganda-100.html
Quelle: taz.de
https://taz.de/Russische-Aggression/!vn5831188/
Quelle: www.handelsblatt.com






