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Merz fordert „mehr Arbeit„
Die von CDU/CSU erhobene Forderung nach „mehr Arbeit“ verkennt die Realität: Steigende psychische und körperliche Erkrankungen zeigen, dass Druck und Prekarität die eigentlichen Ursachen für hohe Krankenstände sind. Statt noch mehr Belastung braucht es soziale Sicherheit, faire Löhne und echte Entlastung.
Mehr Arbeit? Ein gefährlicher Irrweg
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat jüngst gefordert, die Deutschen sollten mehr arbeiten und sich weniger krankmelden. Diese Aussage klingt nach einem altbekannten Mantra der CDU/CSU, die traditionell wirtschaftsliberal und konzernnah agiert.
Doch sie ignoriert die tatsächlichen Ursachen der steigenden Krankmeldungen: Prekäre Verhältnisse und politische Krisen belasten die Menschen zunehmend. Im aktuellen Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD sollen Arbeitszeiten von bis zu 10 Stunden pro Tag möglich werden. Ein Vorhaben dessen Umsetzung jegliche Soziale Mindeststandards missachten würde.
Psychische Erkrankungen auf dem Vormarsch
Die Zahlen sind eindeutig: Laut dem DAK-Psychreport 2025 verursachten psychische Erkrankungen im Jahr 2024 342 Fehltage je 100 Beschäftigte, ein Anstieg gegenüber 323 Tagen im Vorjahr. Besonders Depressionen führten zu einem drastischen Plus – 183 Fehltage je 100 Beschäftigte, gegenüber 122 Tagen im Jahr 2023 . Angststörungen und affektive Störungen betreffen Millionen Menschen in Deutschland. Gerade auch junge Menschen sind davon betroffen Wer mehr Druck auf Arbeitnehmer ausübt, riskiert, diese Entwicklung weiter zu verschärfen.
Körperliche Erkrankungen nicht zu unterschätzen
Auch körperliche Erkrankungen nehmen in Teilen zu. Rückenleiden, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und chronische Schmerzen sind eng mit Arbeitsbelastung und Stress verbunden. Laut Gesundheitsberichterstattung des Bundes steigt die Zahl der ambulanten Diagnosen kontinuierlich, insbesondere bei älteren Beschäftigten . Mehr Arbeitszeit bedeutet also nicht mehr Produktivität, sondern oft mehr Krankheit.
Die neoliberale Logik der Union
Die CDU/CSU folgt seit Jahrzehnten einer Linie des Neoliberalismus und Wirtschaftsliberalismus, die vor allem den Interessen von Kapital und Konzernen dient. Forderungen nach längerer Arbeitszeit und weniger Krankmeldungen passen in dieses Bild – sie verlagern Verantwortung auf die Beschäftigten, statt strukturelle Probleme zu lösen.
Was wirklich gebraucht wird:
Statt „mehr Arbeit“ braucht es:
- Deutlich höhere Mindestlöhne,
- um Menschen aus der Armutsfalle zu holen.
- Eine wirksame Mietpreisbremse,
- damit Wohnen wieder bezahlbar wird.
- Ein Bedingungsloses Grundeinkommen von mindestens 1200 Euro im Monat,
- das Sicherheit schafft und psychische Belastungen reduziert.
Fazit:
Die Forderung nach mehr Arbeit ist nicht nur realitätsfern, sondern gefährlich. Sie ignoriert die wachsende Zahl psychischer und körperlicher Erkrankungen und verschärft soziale Ungleichheit. Gesunde Gesellschaften entstehen nicht durch Druck, sondern durch Sicherheit, faire Löhne und soziale Gerechtigkeit.
Quelle: www.mydrg.de
https://www.mydrg.de/myDRG_archives/drg-psychiatrie/psychreport-2025.html?utm_source=copilot.com
Quelle: www.dgppn.de
Quelle: www.lzg.nrw.de
Quelle: www.futurezone.de
Quelle: www.noz.de
Quelle: www.t-online.de
Quelle: my-politics-blog.com
https://my-politics-blog.com/bundeskanzler-friedrich-merz-und-seine-fragwuerdige-politik/
Quelle: my-politics-blog.com
https://my-politics-blog.com/politik-in-deutschland-soziale-gerechtigkeit-statt-sozialer-kaelte/




