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Die Arbëresh in Süditalien: Eine alte Gemeinschaft und Volksgruppe
Die Arbëresh – die albanischsprachige Minderheit in Süd- und Mittelitalien – gehören zu den ältesten albanischen Minderheiten Europas. Seit dem 15. Jahrhundert leben sie in Italien, nachdem viele ihrer Vorfahren vor der Expansion des Osmanischen Reiches geflohen waren. Über Jahrhunderte hinweg bewahrten sie ihre Sprache, ihre Bräuche und Traditionen und entwickelten eine einzigartige kulturelle Identität, die bis heute lebendig ist.
Historische Wurzeln und kulturelle Eigenständigkeit
Die Arbëresh siedelten sich in zahlreichen Dörfern und Städten Süditaliens an – besonders in Kalabrien, Basilikata, Molise, Apulien und Sizilien. Dort gründeten sie Gemeinden, die ihre Sprache (Arbërisht), ihre Kleidung, ihre Musik und ihre byzantinisch geprägten Traditionen über Jahrhunderte hinweg bewahrten.
Ihre Kultur ist ein lebendiges Zeugnis der albanischen Geschichte vor der osmanischen Zeit. Viele Arbëresh-Gemeinden feiern bis heute Feste, die auf mittelalterliche albanische Traditionen zurückgehen, und pflegen eine starke Verbindung zu Albanien und zur albanischen Identität.
Unterdrückung im italienischen Faschismus
Während der faschistischen Diktatur unter Benito Mussolini in Italien (1922–1945) wurden zahlreiche Minderheiten unterdrückt – darunter auch die Arbëresh. Die faschistische Politik zielte auf eine radikale Italianisierung ab. Minderheitensprachen wurden aus Schulen und öffentlichen Räumen verdrängt, kulturelle Ausdrucksformen unterdrückt und lokale Identitäten zugunsten einer homogenen nationalen Ideologie bekämpft.
Für die Arbëresh bedeutete dies:
- Einschränkung der Verwendung ihrer Sprache
- Druck zur Assimilation
- Verlust kultureller Ausdrucksräume
- Stigmatisierung ihrer ethnischen Identität
Diese Phase hinterließ tiefe Spuren, die bis heute nachwirken, insbesondere in Bezug auf die Anerkennung und den Schutz ihrer kulturellen Rechte.
Der schwindende Raum für die Arbëreshë in Italien
In vielen historisch albanischen Gemeinden Süditaliens wächst der Druck, ausschließlich Italienisch zu sprechen. Für die Arbëreshë – eine seit Jahrhunderten in Italien lebende albanische Volksgruppe – bedeutet das einen schleichenden Verlust ihrer Sprache und Identität. Besonders junge Menschen verlassen die traditionellen Siedlungsgebiete, weil wirtschaftliche Perspektiven fehlen und kulturelle Angebote kaum unterstützt werden. Mit jeder Abwanderung geht ein weiterer Teil des kulturellen Erbes verloren.
Unter der aus Rechtsradikalen Partein bestehenden Regierung von Giorgia Meloni in Rom, deren Partei ideologisch aus neofaschistischen Strömungen hervorgegangen ist, hat sich das politische Klima für Minderheiten nicht verbessert. In der öffentlichen Rhetorik tauchen immer wieder abwertende Töne gegenüber nicht‑italienischen Volksgruppen und Nationalen Minderheiten auf – von der sogenannten „Vorzeigeautonomie“ Süd-Tirol, über Welschtirol und Aoste bis zu diversen Volksgruppen und anerkannten Nationalen Minderheiten. Sätze wie „Wir sind in Italien, sprecht Italienisch“ sind in vielen Regionen längst Teil des Alltags. Ein trauriger Beweis für einen aggresiven, exklusiven, imperialistischen und toxsischen italienischen Nationalismus, mit stark neofaschistischer Tendenz.
Arbëreshë benötigen Internationale Unterstützung für ihre Minderheitenrechte
Für die Arbëreshë bedeutet das eine doppelte Herausforderung: Sie kämpfen nicht nur gegen strukturelle Vernachlässigung und Abwanderung, sondern auch gegen gesellschaftlichen Druck, ihre Sprache und Traditionen aufzugeben. Als eigenständige Volksgruppe brauchen sie stärkere Unterstützung – sowohl von Albanien als kulturellem Herkunftsland als auch von der europäischen und internationalen Staatengemeinschaft, die den Schutz historischer Minderheiten als Teil ihres demokratischen Wertefundaments verstehen sollte.
Quelle: holyfruitsalad.blogspot.com
https://holyfruitsalad.blogspot.com/2025/07/das-leben-der-arberesh-in-der-sibaritide.html?m=1
Quelle; cordis.europa.eu
https://cordis.europa.eu/article/id/169830-albanian-diaspora-in-italy/de?utm_source=copilot.com
Quelle: www.koha.net/de
https://www.koha.net/de/kulture/kush-jane-arbereshet-ose-shqiptaret-e-italise?utm_source=copilot.com
Quelle: koha.net/de
https://www.koha.net/de/kulture/kush-jane-arbereshet-ose-shqiptaret-e-italise
Quelle: my-politics-blog.com
https://my-politics-blog.com/gedenktag-fuer-alpini-am-26-1-italienischer-geschichtsrevisionismus/
Quelle: my-politics-blog.com
Quelle: my-politics-blog.com
https://my-politics-blog.com/rassistischer-shitstorm-gegen-sued-tiroler/
Quelle: my-politics-blog.com
https://my-politics-blog.com/griko-ein-bedrohtes-kulturerbe-europas/




