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Am Rande der ANC Veranstaltung und Unabhängigkeitsdemo zur Diada dem katalanischen Nationalfeiertag am 11.9. in Barcelona kam es zu schwerwiegenden Vorfällen von Polizeigewalt gegen zum Teil noch Minderjährige. Die Polizeikompetenz für Katalonien liegt in Barcelona nicht in Madrid, was Fragen aufwirft und einen dunklen Schatten auf die derzeitig Pro Spanische PSC geführte katalanische Regierung wirft.
Provokationen – Der eigentliche Auslöser
Laut ANC und mehreren katalanischen Medien kam es am Rande der Diada am 11.9.2026 zuerst zu verbalen Provokationen durch eine rechtsextreme neofaschistische Spanische Gruppe gegen ANC und die Unabhängigkeitsbewegung:
- „Visca Espanya, hijos de puta!“ („Es lebe Spanien, du Hure!“)
- „A ver si tenéis huevos ahora!“ („Mal sehen, ob du jetzt Eier hast!“)
Die Jugendlichen Teilnehmer der ANC Veranstaltung reagierten mit Sprechchören („Independència!“), aber ohne jegliche körperliche Angriffe. Die Mossos (Katalanische Landespolizei) begannen daraufhin, die Gruppen zu trennen – allerdings nicht durch Absperrungen, sondern durch Einkesselung der Katalanischen Jugendlichen.
Hier beginnt laut ANC die Eskalation:
- Die Mossos kesselten die Jugendlichen ein, obwohl die rechtsextreme Gruppe frei blieb.
- Die Jugendlichen empfanden dies als Ungleichbehandlung und „castig“ (Bestrafung).
- Videos zeigen, dass Jugendliche versuchten, den Kessel zu verlassen, worauf Mossos sie zurückdrängten.
Als einige Jugendliche gegen die Kesselgrenze drückten, führten die Mossos (die katalanische Landespolizei) die erste „càrrega“ (Knüppeleinsatz) durch.
Dabei kam es zu:
- Stürzen
- Bodenfixierungen
- Wegschieben mit Schilden
- Einzelnen Schlägen mit der „defensa“ (Teleskopschlagstock)
In der Nähe der Konzerte am Arc de Triomf wurden mehrere Müllcontainer angezündet. Die Mossos behaupteten, die Jugendlichen hätten die Container angezündet. Die ANC betont hingegen, die Container waren erst nach den ersten Polizeiladungen in Brand gesetzt worden, und nicht zwingend von denselben Personen.
Die Mossos führten insgesamt 18 Festnahmen durch, darunter 10 Minderjährige.
Laut ANC wurden einige Jugendliche bereits am Boden liegend festgenommen.
Dabei sollen Mossos u.a. gesagt haben:
- „Si te mueves, te reviento los dedos.“ („Wenn du dich bewegst, breche ich dir die Finger.“)
- „A este niñato le meto una hostia y se acaba la tontería.“ („Ich habe diesem Jungen einen Hostie in den Mund gesteckt, und der Unsinn hat ein Ende.“)
- „Os podríais haber educado mejor.“(„Du hättest dich besser weiterbilden können.“) (zu Eltern)
Die ANC macht die PSC direkt verantwortlich
Die ANC betont, dass die Mossos nicht neutral, sondern politisch geführt sind. Die PSC‑Regierung in Katalonien (Präsident Salvador Illa, Innenminister Joan Ignasi Elena) trage daher die Verantwortung für:
- die Einsatzdoktrin,
- die Befehlskette,
- die Art der Ladungen,
- die Behandlung Minderjähriger.
Salvador Illa hat für seinen Diada‑Festakt Extremadura in Spanien weit entfernt von Katalonien gewählt. Der Verdacht das die PSC Regierung unter Salvador Illa vorhat, die Diada zu einem institutionellen Feiertag ohne politischen Inhalt machen zu wollen ist hierbei wohl naheliegend.
Fazit
Die ANC fordert eine Aufklärung der Vorfälle und der Polizeigewalt gegen Jugendliche während der Diada in Barcelona. Junts, ERC und CUP haben angekündigt die Vorfälle im katalanischen Parlament zu thematisieren und Anfragen an die zuständigen Ministerien zu stellen. Es bleibt zu hoffen das der Druck von ANC und den Pro Unabhängigkeitsparteien zu einer echten Aufarbeitung der Vorfälle führen wird.
Quelle: int.assemblea.cat
https://int.assemblea.cat/news/thousands-take-to-the-streets-in-another-successful-diada/
Quelle: www.vilaweb.cat
Quelle: www.racocatala.cat
Quelle: www.diaridebarcelona.cat
Quelle: www.3cat.cat
Quelle: en.ara.cat
Quelle: my-politics-blog.com
Quelle: my-politics-blog.com




