Süd-Tirol unter Druck: Massentourismus als Zerstörer von Landschaft und Kultur

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Massentourismus in den Dolomiten

Die Dolomiten – einst stille Zeugen einer alpinen Kultur, die im Einklang mit der Natur lebte – sind heute zum Drehkreuz eines ausuferenden Massentourismus geworden. Was als Sehnsuchtsort für Erholung und Naturerfahrung galt, ist vielerorts zur Kulisse für Konsum, Müll und Verkehrschaos verkommen.

🚧 Die sichtbaren Wunden

  • Müllberge an Wanderwegen, Plastikflaschen in Bergbächen, Drohnen über Almen: Die Spuren des Tourismus sind nicht nur sichtbar, sondern auch toxisch.
  • Verkehrsinfarkte in Tälern,
  • Wo einst Kühe weideten, rollen heute SUV-Karawanen durch enge Straßen, auf der Jagd nach dem perfekten Instagram-Moment.
  • Zersiedelung durch Ferienwohnungen und Hotelburgen,
  • Die lokale Baukultur verdrängen und die Preise für Einheimische in absurde Höhen treiben.
  • 🏔️ Missachtung der Landschaft und Kultur
  • Der historische Tiroler Raum – mit seiner tief verwurzelten bäuerlichen, sprachlichen und kulturellen Identität – wird zunehmend zur Kulisse für Event-Tourismus degradiert. Die Natur wird nicht mehr als Lebensraum verstanden, sondern als Ware, die sich vermarkten lässt. Almen werden zu „Erlebnisparks“, Gipfel zu Selfie-Spots, und die lokale Bevölkerung zu Dienstleistern im Hamsterrad der Saisonarbeit.

💰 Kapitalismus als Motor der Zerstörung

Der Massentourismus in Süd-Tirol ist kein neutrales Phänomen – er ist Ausdruck eines in Europa und International verbreitetenden Systems, das auf Kapitalismuw, Wachstum, Profit und Ausbeutung basiert. Die Logik ist simpel: Mehr Gäste, mehr Umsatz, mehr Expansion. Nachhaltigkeit wird zur PR-Floskel, während die ökologische und soziale Tragfähigkeit längst überschritten ist.

  • Die Natur wird externalisiert, ihre Zerstörung nicht bilanziert.
  • Ein Wandel ist nötig
  • Süd-Tirol braucht dringend den Tourismus, jedoch was Süd-Tirol auch braucht, ist keine sanfte Korrektur, sondern eine grundlegende Neuausrichtung:
    Tourismus muss entkommerzialisiert werden – weg von Profitmaximierung, hin zu Gemeinwohlorientierung.
    Selbstbestimmung muss gestärkt werden – durch demokratische Kontrolle über Ressourcen und Raumplanung.
  • Nachhaltigkeit darf nicht dekorativ sein, sondern muss zur Leitlinie werden: weniger Gäste, längere Aufenthalte, echte Begegnung statt nur noch Massentourismus. Es braucht einen Neubeginn, den solange Natur als Ressource gilt und Kultur als Produkt, wird Süd-Tirol weiter leiden.

Quelle: www.deutschlandfunk.de

https://www.deutschlandfunk.de/reisen-wachsende-kritik-am-uebertourismus-im-besonders-betroffenen-suedtirol-100.html

Quelle: www.brennerbasisdemokratie.eu

https://www.brennerbasisdemokratie.eu/?p=92067

Quelle: www.suedtiroler-freiheit.com

https://suedtiroler-freiheit.com/2025/08/05/gastwirt-in-gsies-mit-pfefferspray-attackiert/&quote=Gastwirt%20in%20Gsies%20mit%20Pfefferspray%20attackiert!