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Süd-Tirol 107 Jahre Italienische Fremdherrschaft
Süd-Tirol steht heute seit 107 Jahren unter italienischer Fremdherrschaft – ein Kapitel der Geschichte, das für viele Tiroler bis heute mit Schmerz, Verlust und dem Ruf nach Selbstbestimmung verbunden ist.
Am 11. November 1918 besetzten italienische Soldaten den Brenner, und das Gebiet bei Toblach. Damit begann das traumatische Kapitel der Teilung Tirols. Im Oktober 1920 wurde Süd-Tirol vom Königreich Italien annektiert – gegen den Willen der überwältigenden Mehrheit der Bevölkerung im südlichen Tirol bis zur Salurner Klause, die sich bis heute überwiegend aus deutsch und ladinischsprachigen Tirolern zusammensetzt. Auch die Welschtiroler (Trentiner) Bevölkerung, die sich überwiegend aus pro Österreichischen italienischsprachigen Tiroler zusammengesetzt hatte, waren bis zu 90% für einen Verbleib bei Österreich und Tirol und gegen die italienische Annexion gewesen. Was folgte, war eine systematische Entnationalisierung unter dem italienischen faschistischen Regime Benito Mussolinis: Die deutsche Sprache wurde verboten, Tiroler Ortsnamen wurden italienisiert, österreichische Symbole zerstört. Die Identität eines ganzen Landstrichs sollte ausgelöscht werden.
Neue Wunden
Die 1960er Jahre brachten neue Wunden. Die italienische Regierung siedelte weiterhin Italiener in Süd-Tirol vorallem in Bozen an, das Verbot Tiroler Fahnen und Symbole zu zeigen blieb bis in die späten 1960er Jahre bestehen. Die Folge waren Proteste, der Süd-Tiroler Freiheitskampf des Befreiungsausschuss Süd-Tirol (BAS) begann , Folter und Mord an Süd-Tiroler Freiheitskämpfern und Bürgern seitens Italien schockierten die Welt. Internationale Vermittlungen vor der UNO führten schließlich 1969 zum Paket, und 1972 zur „neuen“ Autonomie – doch Autonomie ist nicht gleich Freiheit. Bis heute bleibt die Frage offen, ob Süd-Tirol wirklich selbstbestimmt ist oder lediglich verwaltet wird.
Italienische Reporter bezeichnen Süd-Tirol als „erobertes Gebiet“, in Bozen werden italienische Fahnen demonstrativ an Straßenschildern angebracht. Faschistische Denkmäler werden restauriert, während die deutsche Sprache erneut öffentlich angefeindet wird. Aussagen von italienischen Journalisten wie „Deutsch macht mich wütend – die Alpini haben euch erobert, sprecht italienisch “ sind verletzend, und nichts anderes als Volksverhetzung, die zeigt wie tief die Wunden der Geschichte noch heute sind.
Selbstbestimmung in einem demokratischen Europa
In einem Europa, das sich Demokratie und Menschenrechte auf die Fahnen schreibt, muss die freie Entscheidung eines Volkes über seine Zugehörigkeit möglich sein. Es ist nicht demokratisch, wenn Sportler sich zu einem fremden Staat bekennen müssen, um akzeptiert zu werden.
Es ist nicht demokratisch, wenn faschistische Symbole restauriert werden. Und es ist nicht demokratisch, wenn eine Region nicht das Recht hat, über ihre Zukunft selbst zu entscheiden.
Süd-Tirol verdient eine Zukunft, in der Identität nicht verhandelt werden muss. Eine Zukunft, in der die Tiroler Kultur als Teil des europäischen Erbes anerkannt wird. Eine Zukunft, in der Selbstbestimmung nicht als Bedrohung, sondern als demokratisches Recht gilt.
Die Geschichte Süd-Tirols ist eine Mahnung – und ein Auftrag an ganz Europa.
Quelle: brennerbasisdemokratie.eu
https://www.brennerbasisdemokratie.eu/?p=96040
Quelle: www.unsertirol24.com
Quelle: suedtiroler-freiheit.com
Quelle: suedtiroler-freiheit.com
Quelle: www.suedtiroler-freiheit.com
Quelle: my-politics-blog.com
https://my-politics-blog.com/angela-nikoletti-ein-leben-fuer-tirol-und-gegen-den-faschismus/
Quelle: my-politics-blog.com
https://my-politics-blog.com/sued-tirol-ist-ein-tiroler-landesteil-und-nicht-alto-adige/
Quelle: my-politics-blog.com
https://my-politics-blog.com/105-jahre-annexion-kann-sued-tirol-unabhaengigkeit/




