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Tirol Schilder – Rechtsextreme Angriffe auf die Süd-Tiroler Identität

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Angriff auf die Tiroler Identität – Wenn Neofaschisten , Rechtsextreme und politische Macht demokratische Meinungsfreiheit bedrohen

Die jüngsten Forderungen italienischer Rechtsradikaler und neofaschistischer Gruppen, die Tirol‑Schriftzüge und Tiroler Fahnen des Südtiroler Schützenbundes im Pustertal und in Antholz zu entfernen, haben eine Debatte ausgelöst, die weit über ein paar Tafeln hinausgeht. Es geht um Identität, um politische und kulturelle Selbstbestimmung – und um die Frage, wie viel Meinungsfreiheit in Süd-Tirol noch zugelassen wird.

Der Versuch, traditionelle Tiroler Symbole aus dem öffentlichen Raum zu verdrängen, muss als ein gezielter Angriff auf die Tiroler Kultur verstanden werden. Seit Jahrhunderten bildet Tirol – Nord,- Süd,- Ost,- und Welsch – einen gemeinsamen Sprach‑, Kultur‑ und Geschichtsraum. Daran hat auch die Annexion des südlichen Landesteils durch Italien nach dem Ersten Weltkrieg nichts geändert. Die Menschen in Süd-Tirol lebten und leben stets ihre Identität weiter, trotz Assimilierungsdruck, trotz faschistischer Italianisierungspolitik im 20. Jahrhundert und trotz wiederkehrender politischer Angriffe und Provokationen.

Politische Eskalation durch Vertreter der italienischen Rechten

Besonders brisant ist, dass die Forderungen nicht nur von extremistischen Randgruppen kommen, sondern auch von politischen Akteuren, die in Süd-Tirol Regierungsverantwortung tragen. Der stellvertretende Landeshauptmann Marco Galateo – Mitglied der Rechtsradikalen Fratelli d’Italia – hat die Debatte zusätzlich angeheizt, indem er öffentlich gegen die Tiroler Schriftzüge polemisierte.

Der Südtiroler Schützenbund hat diese Aussagen klar zurückgewiesen und betont, dass die Tafeln weder gegen geltendes Recht verstoßen noch irgendeine Form der Provokation darstellen. Sie sind nicht mehr als ein Ausdruck der Tiroler Geschichte und Kultur.

Die Rolle der SVP: Worte allein reichen nicht

Innerhalb der Südtiroler Volkspartei (SVP) gab es zwar deutliche Kritik an Galateos Aussagen. Jedoch darf es hierbei nicht bei verbalen Distanzierungen bleiben. Wenn die SVP glaubwürdig sein will, muss sie die kulturelle und politische Selbstbestimmung der deutsch‑ und ladinischsprachigen Bevölkerung aktiv verteidigen.

Wenn ein Vertreter einer italienischen Rechtsaußenpartei in Süd-Tirol  Regierungsämter bekleidet und gleichzeitig versucht, Tiroler Identität aus dem öffentlichen Raum zu drängen, dann ist das ein politisches Signal, das man nicht ignorieren kann. Die SVP sollte deshalb ihren Worten endlich Taten folgen lassen und ihre Koalition mit den Fratelli d’Italia und den italienischen Rechtspartein beenden.

Ein tiefer liegender Konflikt

Die aktuelle Kontroverse ist kein isoliertes Ereignis. Seit 1918 ist die italienische Staatspolitik in Süd-Tirol von Imperialismus, Chauvinismus und – in der faschistischen Ära unter Mussolini von offener Unterdrückung, von Mord und Gewalt geprägt. Auch wenn sich die Zeiten geändert haben, wirken manche Muster fort:

Immer wieder gibt es Versuche, den Süd-Tirolern eine fremde „italianitat“ aufzuwingen und die Tiroler Kultur zu marginalisieren oder zu diffamieren.

Süd-Tirol ist nicht Italien, war nie Italien und soll auch nie Italien werden. Süd-Tirol ist kulturell ein Tiroler Landesteil – und war es immer. Annexionen und Politische Unrechtsgrenzen ändern daran nichts.

Demokratie und Meinungsfreiheit ist kein Verhandlungsthema

Die Forderung, Tiroler Schriftzüge und Fahnen, mit denen die Besucher von Olympia 2026 daran erinnert werden sollen das sie sich in einem Tiroler Landesteil befinden zu entfernen, muss daher als Angriff auf die Meinungsfreiheit verstanden werden. Denn kulturelle Identität auszudrücken – sei es durch Sprache, Symbole oder Traditionen – ist ein Grundrecht. Wer versucht, diese Ausdrucksformen zu verbieten, überschreitet eine demokratische Grenze.

Die Tiroler Identität ist kein Problem, das gelöst werden muss. Sie ist ein historisch gewachsener Teil Europas. Und sie wird nicht verschwinden, nur weil manche sie nicht sehen wollen.

Quelle: suedtiroler-freiheit.com

https://suedtiroler-freiheit.com/2026/02/17/lassen-wir-uns-unsere-tiroler-identitaet-nicht-verbieten/&quote=Lassen+wir+uns+unsere+Tiroler+Identit%C3%A4t+nicht+verbieten!

Quelle: schuetzen.com

https://schuetzen.com/2026/02/17/suedtiroler-schuetzenbund-weist-aussagen-von-marco-galateo-entschieden-zurueck/

Quelle: www.jungewelt.de

https://www.jungewelt.de/artikel/491358.meloni-faschistisches-parteilogo-bleibt.html

Quelle: www.queer.de

https://www.queer.de/detail.php?article_id=54020

Quelle: my-politics-blog.com

https://my-politics-blog.com/mehrheit-der-sued-tiroler-ist-gegen-faschistische-ortsnamen-tirol-laesst-sich-nicht-teilen/

Quelle: my-politics-blog.com

https://my-politics-blog.com/olympia-2026-ioc-shame-on-you/

Quelle: my-politics-blog.com

https://my-politics-blog.com/italienische-neofaschisten-hetzen-ohne-konsequenzen-gegen-sued-tirol/

Quelle: my-politics-blog.com

https://my-politics-blog.com/tirol-isch-lei-oans/

Quelle: my-politics-blog.com

https://my-politics-blog.com/sued-tirol-selbstbestimmung-statt-landesregierung-mit-fratelli-ditalia/

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