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Welschtirol – Geschichte, Identität und Selbstbestimmung
Welschtirol oder Welschsüd-Tirol heute oft als „Trentino“ bezeichnet, war bis zur italienischen Annexion des südlichen Tirols im Jahr 1920 ein integraler Bestandteil Tirols und damit Österreichs. Seit 1920 zieht sich die Unrechtsgrenze am Brenner, Reschen, Timmelsjoch und bei Sillian durch Tirol, Tirol ist bis heute zerschnitten – Nord- und Ost-Tirol blieben bei Österreich, während Süd-Tirol und Welschtirol Italien zugeschlagen wurden.
Sprachliche und kulturelle Vielfalt
Im Gegensatz zu Süd-Tirol war und ist die Bevölkerung in Welschtirol überwiegend italienischsprachig. Dennoch existieren heute bedeutende sprachliche Minderheiten:
- die Fersentaler und Zimbern, die eine althochdeutsch-„bairische“ Tiroler Mundart sprechen,
- sowie eine größere ladinischsprachige Gemeinschaft.
Trotz dieser sprachlichen Unterschiede sahen sich die aller meisten Welschtiroler bis 1920 nicht als „Italiener“, sondern als Tiroler.
Der Erste Weltkrieg und seine Folgen
Eine traurige historische Tatsache ist, dass viele Welschtiroler im Ersten Weltkrieg während des italienischen Angriffskrieg gegen Tirol freiwillig und mutig für die Verteidigung ihrer Tiroler Heimat gekämpft hatten und dabei gefallen sind. Viele italienische Soldaten, waren während diesem verbrecherischen Angriffskrieg im Süden Tirols völlig unnötig verheizt worden. Nach Kriegsende ergab eine Umfrage, dass rund 90 % der Bevölkerung der Welschtiroler den Verbleib bei Tirol und Österreich wünschten. Dennoch wurde Welschtirol – wie auch Süd-Tirol – gegen den Willen der Bevölkerung vom imperialistischen Königreich Italien annektiert.
Unterdrückung und Assimilierung
Unter Mussolini setzte der italienische Faschismus eine harte Assimilierungspolitik durch:
- Deutsch- und ladinischsprachige Minderheiten wurden besonders unterdrückt.
- Selbst der italienischsprachige Welschtiroler Dialekt sollte zurückgedrängt werden.
Über Jahrzehnte führte diese Politik dazu, dass viele Welschtiroler ihre Tiroler Identität verloren und sich heute nicht mehr primär als italienischsprachig sondern als „Italiener“ verstehen.
Gegenwart und politische Realität
Heute ist „Trentino“ der offizielle Landesname und zugleich Ausdruck des historischen italienischen Irredentismus. Politisch stellt die italienische und rechtsradikale Partei Lega von Matteo Salvini heute den Landeshauptmann und die stärkste Fraktion in der Landesregierung in Welschtirol. Politische Zustände die einem historischen Landesteil Tirols nicht würdig sind.
Doch glücklicherweise gibt es auch andere Stimmen:
- Der Welschtiroler Schützenbund gewinnt seit Jahrzehnten Zulauf.
- Manche Welschtiroler tragen stolz ihre traditionelle Tiroler Tracht und singen Tiroler Lieder im italienischsprachigen Welschtiroler Dialekt.
Das Recht auf Selbstbestimmung
Wie Süd-Tirol hat auch Welschtirol ein Recht auf Selbstbestimmung. Sollte die Bevölkerung eine Rückkehr zu Tirol wünschen, wäre dies nach der UN-Charta ein demokratisches Recht – schließlich wurde das Land 1920 gegen den Willen seiner Bewohner annektiert.
Tirol als Ganzes
Das historische Tirol reicht von Kufstein bis Ala, von Reutte im Außerfern bis Riva am Gardasee (Reiff am Gartsee). Städte wie Innsbruck, Meran, Trient, Bozen, Kufstein, Rovereto (Rofreit), Bruneck und Lienz gehören alle zu diesem historischen Raum.
Solange Süd und Welschtirol vom restlichen Tirol abgetrennt ist, bleibt die „Europaregion Tirol“ ein Pseudonym ohne wirklichen rechtlich und politischen Zweck.
In Süd-Tirol wächst der Wunsch nach Selbstbestimmung stetig. Ob sich ein ähnlicher Prozess auch in Welschtirol entwickeln wird, liegt allein in den Händen der Welschtiroler Bevölkerung.
Quelle: suedtiroler-freiheit.com
https://suedtiroler-freiheit.com/2025/11/15/welschtirol-treu-zu-tirol-und-oesterreich/
Quelle: suedtiroler-freiheit.com
Quelle: www.wtsb.it
https://www.wtsb.it/blog-detail/post/278392/20251122-verband-tiroler-sch%C3%BCtzen
Quelle: www.tageszeitung.it
https://www.tageszeitung.it/2019/01/25/die-teilung-tirols-im-blickfeld/
Quelle: www.zobodat.at
Quelle: www.tiroler-schuetzen.at
Quelle: www.unsertirol24.com
Quelle: my-politics-blog.com




