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Italienische Genozide in Lybien und Äthiopien
Die Genozidialen Verbrechen des italienischen Faschismus unter Benito Mussolini in den damaligen italienischen Kolonien Libyen und Äthiopien, hatten über eine Million Menschenleben ausgelöscht. Eine genaue Zahl ist bis heute nur Schätzungen zufolge bekannt, da Italien sein dunkelstes Kapitel im Faschismus nie umfangreich aufgearbeitet hat, und die Verbrechen bis heute wenig erforscht sind.
Der vergessene Genozid und die Vertreibungspolitik des italienischen Faschismus in Lybien
Infolge des kolonialen italienisch-libyschen Krieges hatte Italien das Ziel, Libyen zu einer Siedlungskolonie für italienische Einwanderer zu machen. Ein Vorhaben, das als Vorbild für die spätere NS-Besatzungspolitik in Osteuropa gilt.
Genozid und Vertreibung in der Cyrenaika 1929–1934
Zwischen 1929 und 1934 verübte das faschistische Italien in der Region Cyrenaika einen Genozid gegen die einheimische Bevölkerung. Die Verbrechen richteten sich nicht nur gegen bewaffnete Widerstandsgruppen, sondern gezielt gegen Zivilbevölkerung, bäuerliche Gemeinden und nomadische Stämme, mit dem Ziel, Kontrolle über fruchtbare Gebiete zu erlangen und Widerstand dauerhaft zu brechen.
Methoden der verbrecherischen Politik des faschistischen Italien
Die italienische Kriegsführung eskalierte zu Flächenbombardements, dem Einsatz von Giftgas, Massenhinrichtungen, Zwangsumsiedlungen und Todesmärschen. Ganze Dörfer wurden geräumt, die Bevölkerung in Konzentrationslager deportiert und die landwirtschaftliche Basis der Region zerstört, um die Lebensgrundlage der Menschen zu vernichten. Diese Verbrechen dienten kolonialen Zielen und führten zu massiven Verlusten unter der Zivilbevölkerung.
Der Schweizer Journalist Heiner Hug, schrieb 2016 im Journal21.ch
„In ganz Libyen wüteten Italiener wie Barbaren. 800’000 Nomaden wurden in Konzentrationslager gesteckt. Es kam zu genozid-ähnlichen Massenerschiessungen. Zehntausende Frauen wurden vergewaltigt oder verstümmelt.“
Vertreibung der Berber und Araber
Bereits 1925/26 begann eine systematische Vertreibung der berberischen und arabischen Bevölkerung aus den fruchtbaren Regionen, begleitet von Landenteignungen und Ansiedlungsprogrammen für italienische Kolonisten. Eine Politik audgrundlage der faschistischen Ideologie, die auf die Eroberung von neuem „Lebensraum“ abzielte. Die Vertreibungen setzten sich in den folgenden Jahren fort und mündeten in den Deportationen und Lagern der späten 1920er und frühen 1930er Jahre.
Opfer und Folgen
Während des zweiten italienisch-lybischen Krieges vom 26. Januar 1922 bis zum 24. Januar 1932, einem kolonialen Vernichtungskrieg und Genozid wurden hunderttausende Einheimische im heutigen Lybien ermordet. Einige Forscher sprachen davon das während des Faschismus bis zu 750.000 Libyer, die hälfte der damaligen lybischen Bevölkerung ermordet worden sein könnten.Das amerikanische „Ethiopian Holocaust Remembrance Commitee“ spricht sogar von mindestens einer Million Toten.
Fazit „Nie wieder“ um aus der Geschichte zu lernen
Die kolonialen Genozide und genozidialen Verbrechen des faschistischen Italien in Libyen und Äthiopien reihen sich mit dem Holocaust oder dem Holodomor, in die Liste der schlimmsten Menschheitsverbrechen ein. Auch wenn jedes dieser Verbrechen eigene Methoden und Dynamiken gehabt hatte. Es sollte nicht verschwiegen werden, dass Mussolini 1938 Rassengesetze erließ und zuletzt am Holocaust durch die Deportation von italienischen Juden mitbeteiligt war. Erinnerungspolitik muss darauf abzielen, allen Opfern und Nachkommen dieser Menschheitsverbrechen eine Stimme zu geben. Unabhängig davon, ob sie von Stalins Sowjetrussland, vom faschistischen Italien, vom nationalsozialistischen Deutschland oder vom franquistischen Spanien verübt worden waren. Ein „Nie wieder“ kann heute nur bedeuten: Faschismus und Totalitarismus sind keine Meinungen, sondern Verbrechen. Nur so kann gemeinsam aus der Geschichte gelernt werden.
Quelle: www.journal21.ch
https://www.journal21.ch/artikel/wir-pfeifen-auf-alle-neger
Quelle: www.journal21.ch
https://www.journal21.ch/artikel/die-gespenster-der-vergangenheit
Quelle: www.zeit.de
https://www.zeit.de/politik/ausland/2011-02/italien-libyen-krise
Quelle: www.disorient.de
https://www.disorient.de/magazin/libyen-erinnerung-94jahrestag-der-italienischen-invasion
Quelle: my-politics-blog.com
https://my-politics-blog.com/der-kapuzinerwastl-in-bruneck-und-der-vergessene-genozid-in-aethiopien/
Quelle: my-politics-blog.com
https://my-politics-blog.com/sued-tiroler-landesregierung-politische-zerreissprobe-und-heuchelei/




