Beitragsbild Foto Quelle: Shutterstock.com Stock-Foto ID: 2678016953 Foto-Anbieter: Erman Gunes
Die Stadt Trient hat die Ehrenbürgerschaft für den faschistischen Diktator Benito Mussolini nicht aberkannt; bei der geheimen Abstimmung fehlten 4 Stimmen zur erforderlichen Mehrheit. Diese Entscheidung löst Empörung aus und wirft Fragen zur politischen Verantwortung in der Region auf.
Was passiert ist
- Stadt: Trient.
- Ergebnis der Abstimmung: Für die Aberkennung wären 32 Stimmen nötig gewesen; erreicht wurden 28 Stimmen. Zwei Gemeinderäte enthielten sich, zehn gaben keine Stimme ab. Die Abstimmung war geheim. Es wird vermutet das möglicherweise die Mitglieder der rechtsradikalen Fratelli d Italia von Giorgia Meloni, mit Nein gestimmt haben könnten. Die neofaschistische Symbolik im Logo der Partei lässt dies als naheliegend erscheinen.
- Warum das so empört
- Symbolische Bedeutung:
- Die Beibehaltung einer Ehrenbürgerschaft für einen Diktator wie Mussolini ist nicht nur ein juristisches Detail, sondern ein starkes politisches Signal.
- Das Historische Tirol
- Vorallem Süd-Tirol und zum Teil auch Welschtirol (Trentino) tragen historische Wunden durch Sprachverbote, Repressionen, Option und Kriegserfahrungen unter dem faschistischen Regime. Diese kollektive Erinnerung macht die Entscheidung in Trient besonders schmerzhaft.
- Politische Verantwortung:
- Es ist unvorstellbar, dass in Deutschland oder Österreich eine Stadt mehrheitlich für die Beibehaltung der Ehrenbürgerschaft von Adolf Hitler stimmen würde — die Empörung wäre enorm. Dass in Italien eine solche Entscheidung möglich ist, ist ein Indikator für unzureichende Aufarbeitung der Geschichte des Landes.
Politische Konsequenzen und Forderungen
Die Debatte macht deutlich, wie sehr Rechtsradikale und extreme Kräfte die Erinnerungspolitik beeinflussen können.
- Konkrete Forderung an die SVP:
- Die SVP (Südtiroler Volkspartei) sollte ihre Koalition in Süd-Tirol mit jenen Kräften, die Mussolini offenbar nachtrauern, auf Landesebene sofort beenden. Nur so bleibt ihre demokratische Grundhaltung, ihr offiziell artikuliertes nein zum Faschismus erhalten. Die SVP ist die Partei der Österreichischen Volksgruppe, der deutsch und ladinischsprachigen, die in Süd-Tirol die Mehrheit der Bevölkerung bildet. Eine Zusammenarbeit mit den italienischen Rechtspartein widerspricht dem Statut der Partei.
Fazit:
Die Entscheidung in Trient ist ein Weckruf: Erinnerungspolitik ist kein Luxus, sondern demokratische Pflicht. Wer die Verbrechen des Faschismus verharmlost oder toleriert, untergräbt die Grundlagen einer demokratisch pluralistischen Gesellschaft. Es ist an den politischen Kräften in Nord- Tirol, – Ost- Tirol, – Süd-Tirol und Welschtirol (Trentino), geschlossen und klar Stellung zu beziehen — für Selbstbestimmung, für Demokratie, Kultur, Identität und für die Wiedervereinigung des historischen Tirol, in welcher Form auch immer. Nicht nur mit Worten, sondern mit Taten.
Quelle: suedtiroler-freiheit.com
https://suedtiroler-freiheit.com/2026/03/18/faschismus-hat-in-der-landesregierung-nichts-zu-suchen/
Quelle: suedtiroler-freiheit.com
https://suedtiroler-freiheit.com/2026/03/19/peinlich-peinlicher-svp/
Quelle: www.andreashoferbund.tirol
https://www.andreashoferbund.tirol/oesterreich-muss-sich-endlich-zu-gesamttirol-bekennen/
Quelle: my-politics-blog.com
https://my-politics-blog.com/sued-tirol-selbstbestimmung-statt-landesregierung-mit-fratelli-ditalia/




