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Beim Fußballländerspiel Spanien gegen Ägypten, vom vergangenen Dienstag das ausgerechnet in Barcelona stattgefunden hatte, wurden von spanischen Fans lauthals rassistische Parolen gegrölt. Neben rassistischen Parolen, die gegen die ägyptischen Fans gerichtet waren, waren auch Rechtsextreme und Katalanophobe Sprüche wie „Puigdemont ins Gefängnis oder „Gibraltar spanisch“ geschrien worden.
Politische und institutionelle Reaktionen in Katalonien
- Die katalanische Landespolizei Mossos d’Esquadra leiteten eine Ermittlung wegen Hassdelikten ein.
- Die katalanische Regierung verurteilte die Vorfälle zwar als „inakzeptabel“.
- Aber es stellen sich berechtigte Fragen
- Warum wurde das FIFA‑Antirassismus‑Protokoll nicht angewendet?
- Gab es politische Weisungen, den Vorfall kleinzuhalten?
- Und
- Die katalanische Regierung, die derzeit von der PSC der katalanischen Schwesterpartei von PSOE, der Partei des spanischen Präsidenten Pedro Sanchez angeführt wird, bleibt bei Katalanophobie und Parolen spanischer Rechtsextremisten dennoch oft untätig.
Der Sprecher von Junts der Partei von Carles Puidgdemont, Josep Rius, hat die PSC und andere institutionelle Akteure direkt als die ‘hauptverantwortlichen politischen Akteure’ für die Vorfälle benannt. Rius bezeichnete die Gesänge als ‘inakzeptabel’ und erklärte, dass hinter der Präsenz der spanischen Nationalmannschaft in Katalonien ‘eine klare Hispanisierungs‑Agenda’ stehe. Er sprach von islamfeindlichen und fremdenfeindlichen Ausfällen und vom Signal an Europa, dass das Problem nicht „katalanischer Separatismus“, sondern spanischer Nationalismus plus institutionelle Untätigkeit sei. Eine sehr treffende Analyse.
Es stellt sich überhaupt die Frage, weshalb Katalonien von der Fifa nicht das Recht auf Gründung einer eigenen Nationalmannschaft bekommt und weshalb Spiele der spanischen Nationalmannschaft, bei denen es öfters zu rassistischen und katalanophoben rufen kommt, überhaupt in Barcelona ausgetragen werden. Es wäre angesichts der jüngsten Vorfälle wirklich an der Zeit, dass die ERC als katalanische pro Unabhängigkeitspartei die katalanische Regierung verlässt. Die ERC (Esquerra Republicana de Catalunya/Republikanische Linke Kataloniens) sollte bei möglichen Neuwahlen ein Bündnis mit den anderen pro katalanischen Parteien eingehen, anstatt zuzulassen, dass Salvador Illa von der pro spanischen PSC in Katalonien weiterhin den Präsidenten stellt. Während die ERC weiterhin nur Juniorpartner der Prospanier bliebe.
Katanophobie nicht nur ein Problem im Fussball
Die jüngsten Ereignisse im Fußball waren bei weitem nicht die einzigen katalophoben Vorfälle der letzten Zeit. Es gab in den letzten Wochen mehrere Beschwerden und Fälle, in denen Spanisch-staatliche Standesämter in Katalonien sich weigerten, katalanische Nachnamen von Kindern einzutragen und hispanisierte Varianten übernahmen. Ein besonders schwerwiegender Fall, der an die dunkelsten franquistischen Zeiten in Katalonien erinnert.
Es gab Fälle, in denen Katalanen in Geschäften in ihrer eigenen Hauptstadt, Barcelona, aufgefordert wurden, Spanisch zu sprechen. Dies zeigt, dass ein institutioneller imperialistischer Spanischismus in Katalonien weit verbreitet ist und das Land in seiner Entwicklung und Eigenständigkeit fundamental einschränkt. Katalonien ist an vielen Punkten vom spanischen Staat abhängig, der unter anderem von Carles Puigdemont auch als Spanischismus bezeichneten Imperialismus betreibt. Unabhängig davon, welche Regierung in Spanien am Ruder ist. Das katalanische Unabhängigkeitsreferendum vom 1.10. 2017 welches trotz spanischer Repression mit einem Ergebniss von 90,18% für die Unabhängigkeit erfolgte, muss endlich International und vorallem von Spanien akzeptiert werden. Daher sollte klar sein, dass der Weg der Selbstbestimmung und Unabhängigkeit für Katalonien der genau richtige wäre.
Quelle: naciodigital.cat
Quelle: monesport.cat
Quelle: ara.cat
Quelle: www.elnacional.cat
Quelle: my-politics-blog.com
https://my-politics-blog.com/selbstbestimmung-fuer-katalonien-gegen-katalanophobie/
Quelle: my-politics-blog.com
https://my-politics-blog.com/katalonien-eine-regierungskoalition-am-scheideweg/




