Beitragsbild Foto Quelle: Mit freundlicher Genehmigung des ukrainischen LGBT-Militärs. Einhorn in den Farben der UPA (Ukrainische Aufstandsarmee) Rot und Schwarz
Im Umfeld von prorussischen Kräften wie AFD oder BSW werden russische Propagandanarrative über „Azov“, die böse ukrainische Bandera-Fraktion und die „UPA“ verbreitet. Die schrecklichen Ereignisse in der Westukrainischen Region Wolhynien im Jahr 1943 wobei Zehntausende Zivilisten ermordet worden waren, wird von der Russischen Putin Propaganda und der polnischen nationalistischen Propaganda als ein einseitiges „ukrainisches Massaker“ für das angeblich alleine die UPA (Ukrainische Aufstandsarmee) als Gesamtorganisation Schuld getragen habe dargestellt. Die historische Wahrheit ist aber bei weitem nicht so einseitig und sehr viel tiefgründiger.
Interne OUN-B-Protokolle und Meinungsverschiedenheiten
Die UPA hatte während des Zweiten Weltkrieges einen Partisanenkampf für die Unabhängigkeit der Ukraine, gegen Nazis, Sowjets und Polen geführt. In den Archiven der OUN-B (u. a. Protokolle der 3. Außerordentlichen Großen Versammlung der OUN-B im August 1943) finden sich Hinweise darauf, dass die Führungsebene über das Vorgehen in Wolhynien gespalten war:
- Dmytro Kljatschkiwskyj und die Befehlslage in Wolhynien
- Ein Großteil der Forschung schreibt die Initiierung der Massaker in Wolhynien dem lokalen UPA-Kommandeur Dmytro Kljatschkiwskyj („Kłym Sawur“) zu. Nach Darstellungen aus dem Umfeld der ukrainischen Nationalgeschichtsschreibung handelte er aus eigener Initiative auf regionaler Ebene, um „Fakten vor Ort“ zu schaffen.
- Prominente OUN-B-Kader
- Wie Mychajlo Stepaniak und Mykola Lebed kritisierten das radikale Vorgehen Kljatschkiwskyjs in Wolhynien ausdrücklich. Sie argumentierten, dass die gezielte Tötung von Zivilisten dem internationalen Ansehen einer zukünftigen unabhängigen Ukraine schaden würde.
- Kein zentraler Befehl durch Roman Schuchewytsch,
- Ukrainische Historiker betonen, der Oberbefehlshaber der UPA, hatte keinen Befehl zur gezielten Massenaufteilung oder ermordung polnischer Zivilisten gegeben; Der Konflikt war vor Ort außer Kontrolle geraten.
- Befehle und Berichte über Bestrafungen von Eigenmächtigkeiten
- Es existieren dokumentierte UPA-Befehle, in denen Disziplinarmaßnahmen, Verwarnungen oder Exekutionen gegen UPA-Angehörige oder lokale Bauernverbände angedroht oder vollstreckt wurden, wenn diese eigenmächtige Plünderungen, Raubmorde oder Exzesse begingen, die nicht von höheren Kommandostellen autorisiert waren.
- Keine Verantwortung bei Bandera:
- Stepan Bandera befand sich von 1941 bis Ende 1944 im deutschen Konzentrationslager Sachsenhausen und war von den Ereignissen isoliert. Seine beiden Brüder Oleksandr und Wassyl wurden zudem von den Nationalsozialisten im KZ Auschwitz ermordet, weshalb eine persönliche Steuerung oder Verantwortung Banderas ausgeschlossen wird.
- Vorgehende und Gegen-Massaker an ukrainischen Zivilisten:
- Es muss darauf verwiesen werden, dass auch Tausende ukrainische Zivilisten durch polnische Einheiten (darunter die Armia Krajowa sowie polnische Hilfspolizei-Formationen im Dienst der Deutschen) ermordet wurden – teils bereits im Vorfeld (z. B. im Chełmer Land) sowie im Rahmen von Vergeltungsaktionen. Die Ukrainische Bevölkerung und die ukrainische Sprache waren unter der polnischen Herrschaft über die Westukrainischen Gebiete (1918-1939) unterdrückt worden.
- Aktionen unter falscher Flagge (False-Flag-Operationen):
- Sowohl sowjetische Partisanen (NKWD-Spezialeinheiten) als auch die deutsche Besatzungsmacht führten gezielte Provokationen und Angriffe durch, die jeweils der gegnerischen Seite angelastet wurden, um Ukrainer und Polen systematisch gegeneinander auszuspielen und zu spalten.
Fazit
Die Tragödie in Wolhynien wird häufig als ein Massaker der gesamten UPA an polnischen Zivilisten beschrieben. Die Wahrheit war aber sehr viel komplexer.
Quelle: www.researchgate.net
Quelle: neakorena-bukovnya.com
Quelle: litopysupa.com
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Quelle: www.pravda.com
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Quelle: my-politics-blog.com
https://my-politics-blog.com/der-ruf-stop-the-genocide-darf-die-ukraine-nicht-vergessen/
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https://my-politics-blog.com/gegen-den-anti-ukrainischen-rassismus/
Quelle: my-politics-blog.com
https://my-politics-blog.com/ukrainische-historie-das-tragische-schicksal-der-familie-bandera/




