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Am 14. April 1931 rief Francesc Macià von den katalanisch Nationalistischen Linksrepublikanern (ERC) in Barcelona vom Balkon des Palau de la Generalitat die República Catalana aus – eine katalanische Republik als Teil einer geplanten „Iberischen Föderation“. Dieser Moment war ein spontaner, euphorischer politischer Umbruch nach dem Sturz der spanischen Monarchie. Drei Tage später wurde die Republik jedoch in Verhandlungen mit der neuen spanischen Übergangsregierung wieder aufgegeben und durch die wiederhergestellte Generalitat de Catalunya ersetzt.
🏛️ Was geschah genau am 14. April 1931?
1. Der politische Kontext
- Kurz zuvor hatten seperatistische Katalanische Nationalisten und Autonomisten die Kommunalwahlen in Katalonien gewonnen.
- Der spanische König Alfonso XIII. floh am selben Tag aus Spanien.
- In Spanien riefen lokale Führer die demokratische Republik aus – ein politisches Vakuum entstand.
2. Die Ausrufung der katalanischen Republik
Gegen Nachmittag trat Francesc Macià, der charismatische Führer der katalanischen Linken (Esquerra Republicana de Catalunya, ERC), auf den Balkon des Regierungspalastes in Barcelona.
Er erklärte:
„Catalans: interpretant els sentiments del poble… proclamo la República Catalana com a Estat integrant de la Federació Ibèrica.“ (Katalanen: … ich proklamiere die Katalanische Republik als Staat innerhalb der Iberischen Föderation.)
Was das bedeutete:
- Macia übernahm provisorisch die Präsidentschaft eines katalanischen Staates.
- Er rief die Bevölkerung auf, die neue Republik zu schützen und zu unterstützen.
3. Die Stimmung in Barcelona
Zeitzeugen berichten von:
- Euphorie und Jubel auf den Straßen
- Menschen, die Katalanische Fahnen hissten
- einem Gefühl der Befreiung nach der Diktatur des Rechten spanischen Diktators Primo de Riveras
Für viele war es der erste Moment echter politischer Freiheit seit Jahren.
🤝 4. Die Reaktion Madrids und die Verhandlungen
Die neue provisorische spanische Regierung war überrascht und besorgt, dass Macià faktisch einen eigenen Staat ausgerufen hatte.
Innerhalb von drei Tagen reisten Vertreter Madrids nach Barcelona.
Das Ergebnis der Verhandlungen:
- Macià gab die República Catalana in ihrer ursprünglichen Form auf Druck Madrids wieder auf.
- Im Gegenzug versprach Madrid weitgehende Autonomie.
- Am 17. April 1931 wurde zumindest die Generalitat de Catalunya wiederhergestellt – eine historische Institution, die seit dem 18. Jahrhundert abgeschafft gewesen war.
- 📌 5. Bedeutung des Ereignisses
- Es war die erste demokratische Selbstregierung Kataloniens seit Jahrhunderten.
Die Ausrufung der Republik wurde zum Mythos der modernen katalanischen Identität.
Macià wurde als „l’Avi“ (der Großvater) zur Symbolfigur des katalanischen Nationalismus.Fazit
Katalonien erlebt seit 1714 eine leidvolle Geschichte unter dem spanischen Imperium. Der spanische Staat versucht seit 1714 in all seinen Formen, monarchistisch, diktatorisch, faschistisch, franquistisch, postfranquistisch, totalitär- Stalinistisch/autoritär-kommunistisch, anarchistisch, republikanisch, oder demokratisch, Katalonien, ein Land mit eigener Sprache, Geschichte und Identität, zu seiner Kolonie zu machen. Im Jahr 2026 sollten Imperialismus, Faschismus, Kolonialismus und sein Erbe in einem demokratischen Europa und darüber hinaus endlich für immer überwunden worden sein. Was bedeutet das, auch Katalonien das Recht auf Selbstbestimmung und Unabhängigkeit von Europa und Spanien zugestanden werden muss.
Quelle: www.catalannews.com
Quelle: www.barcelonabusturistic.cat
https://www.barcelonabusturistic.cat/de/placa-francesc-macia
Quelle: my-politics-blog.com
Quelle: my-politics-blog.com
https://my-politics-blog.com/selbstbestimmung-fuer-katalonien-gegen-katalanophobie/
Quelle: my-politics-blog.com
https://my-politics-blog.com/50-jahre-nach-francos-tod-der-schatten-des-franquismus/




