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LGBTQ*Feindlichkeit in Migrantischen Communitys

Beitragsbild Foto Quelle: Shutterstock.com Stock-Foto ID: 2303824017 Foto Anbieter: Natalia de la Rubia

In der gesellschaftlichen Debatte über LGBTIQ*-Feindlichkeit in Deutschland stehen meist rechtsextreme Strukturen und rechtsgerichtete Milieus im Fokus. Ein wichtiger und oft sensibler Aspekt wird dabei jedoch immer wieder vernachlässigt oder kontrovers diskutiert:

Queerfeindliche Einstellungen innerhalb bestimmter migrantischer Milieus,

Insbesondere unter z. B. russischstämmigen Orthodoxen Christen, südeuropäisch katholischen und religiös-konservativen muslimischen Zuwanderergruppen.

Wer eine offene und diskriminierungsfreie Gesellschaft anstrebt, darf bei Ressentiments keine blinden Flecken zulassen – ganz gleich, aus welcher Richtung sie kommen.

Einstellungsunterschiede in repräsentativen Erhebungen:

Befragungen, wie etwa diverse Wertestudien , zeigen regelmäßig, dass religiös-konservative Einstellungen und patriarchalische Werte das Risiko homophober Haltungen deutlich erhöhen.

Ablehnung im persönlichen Umfeld:

Während die Akzeptanz homosexueller Lebensweisen in der deutschen Gesamtbevölkerung über die Jahrzehnte kontinuierlich gestiegen ist, fallen die Ablehnungswerte bei Befragten mit konservativ-religiösem Hintergrund (z. B. im orthodoxen Christentum, oder im konservativen Islam) messbar höher aus. Ebenso zeigen Untersuchungen, dass auch in stark traditionell oder katholisch geprägten südeuropäischen Milieus wie etwa in Teilen der italienischen Migrantencommunity oft ausgeprägte konservativ-patriarchale Rollenbilder und Vorbehalte gegenüber LGBTIQ*-Personen fortwirken.

In repräsentativen Umfragen geben beispielsweise mehr Befragte mit türkischem oder russischem Migrationshintergrund an, Vorbehalte gegen homosexuelle Menschen im eigenen Nahfeld oder Freundeskreis zu haben.

Der Einfluss von Herkunftsstaaten und Propaganda:

Bei Einwanderern aus Russland wirken oft die staatlich verordnete Anti-LGBTIQ*-Propaganda sowie das in Russland verankerte „traditionelle Familienbild“ nach. Bei stark konservativ geprägten Muslimen spielen orthodox-religiöse Rollenbilder und tradierte Männlichkeitsnormen eine zentrale Rolle.

Queere Personen innerhalb dieser Communities selbst

(z. B. queere Muslime oder queere Russische und Russlanddeutsche Zuwanderer). Sie erleben oft eine Form der mehrfachen Ausgrenzung (Intersektionalität):

  1. Innerhalb der eigenen Familie/Community:
  2. Angst vor Outing, „Ehrverlust“, sozialer Isolation oder psychischem und physischem Druck.
  3. In der Aufnahmegesellschaft:
  4. Teilweise Konfrontation mit rassistischen Stereotypen oder Vorurteilen aufgrund ihrer Herkunft.

Das führt dazu, dass Übergriffe oder Diskriminierungen in diesen Milieus besonders selten zur Anzeige gebracht werden, da das Vertrauen in Hilfsangebote oder Behörden oft fehlt.

Keine falsche Rücksichtnahme:

Kultur oder Religion dürfen niemals als Entschuldigung für Hass, Diskriminierung oder Gewalt gegen LGBTIQ*-Personen herhalten. Kultureller Relativismus schadet vor allem den Opfern. Gerade progressive und linke Parteien sollten grundsätzlich den Anspruch haben, keine falsche Akzeptanz gegenüber religiöser und politischer Intoleranz  zuzulassen.

Fazit: Was jetzt notwendig ist

Mit diesem Thema darf keine Stimmungsmache betrieben werden, die betroffenen Communitys sind nicht homogen. Doch die leidtragenden von kulturellem Relativismus sind in erster Linie Homo, Bi und Transsexuelle Menschen aus den Migrantischen Communitys selbst. AFD und rechte Strukturen sorgen mit homophoben Positionen für Schlagzeilen und instrumentalisieren zugleich das Thema Antisemitismus und Homophobie unter Muslimen in Deutschland. Gerade auch deshalb ist es wichtig sich auseinanderzusetzen und das Thema nicht zu ignorieren oder zu relativieren. Ein wirksamer Schutz von LGBTQ*-Personen erfordert ehrliche Aufklärung und gezielte Maßnahmen:

  • Empowerment vor Ort:
  • Ausbau und finanzielle Absicherung von Beratungsstellen und Initiativen, die speziell aus den Communities heraus arbeiten (z. B. Initiativen für queere Muslime oder post-sowjetische Queers).
  • Aufklärung an Schulen und in Unterkünften:
  • Gezielte Bildungs- und Integrationsarbeit, die demokratische Grundwerte und die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt unmissverständlich vermittelt.
  • Ein klarer Rechtsstaat:
  • Konsequente Verfolgung von queerfeindlicher Hasskriminalität – unabhängig vom kulturellen oder religiösen Hintergrund des Täters.

Quelle: schwulissimo.de

https://schwulissimo.de/neuigkeiten/homophobie-deutschland-studie-offenbart-starkes-gefaelle?hl=de-DE#:~:text=Vor%20allem%20unter%20Deutschen%20ohne%20und%20mit,der%20Kritiker%20in%20beiden%20Punkten%20deutlich%20zugenommen.

Quelle: masgz.brandenburg.de

https://masgz.brandenburg.de/sixcms/media.php/9/Studienbericht_Queeres%20BB_final.pdf?hl=de-DE#:~:text=Das%20hei%C3%9Ft%2C%20dass%20jede*r%20Zweite%20von%20Diskriminierung,Reaktionen%20wie%20Benachteiligung%2C%20Ablehnung.%20oder%20Ausgrenzung%20konfrontiert.

Quelle: www.nordkurier.de

https://www.nordkurier.de/politik/migrantische-queerfeindlichkeit-und-politisch-korrektes-schweigen-die-realitaet-wird-zum-tabu-3640395

Quelle: www.deutschlandfunk.de

https://www.deutschlandfunk.de/ausgeliefert-homophobie-in-der-asyl-anhoerung-100.html

Quelle: mediendienst-integration.de

https://mediendienst-integration.de/news/wie-ergeht-es-lgbt-queeren-und-homosexuellen-fluechtlingen-in-berlin/

Quelle: www.stern.de

https://www.stern.de/gesellschaft/welchen-hass-queere-menschen-aus-osteuropa-in-deutschland-erleben-33666450.html

Quelle: www.welt.de

https://www.welt.de/vermischtes/article6a278d1db20db0d89b659dab/lgbtq-zustimmung-fuer-queere-menschen-sinkt-weltweit-auch-in-deutschland.html

Quelle: mannschaft.com

https://mannschaft.com/a/studie-vorbehalte-gegen-lgbtiq-bei-menschen-mit-migrationshintergrund-hoeher

Quelle: my-politics-blog.com

https://my-politics-blog.com/rechte-und-konservative-medien-gegen-linke-buergermeisterin-in-berlin/

Quelle: my-politics-blog.com

https://my-politics-blog.com/afd-landtagspraesident-in-sachsen-anhalt-gewaehlt/

Quelle: my-politics-blog.com

https://my-politics-blog.com/afd-regierungsprogramm-in-sachsen-anhalt-angriff-auf-vielfalt-und-menschenrechte/

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