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Am 28. April jährte sich zum 90. mal der Mord an den Brüdern, überzeugten Idealisten, katalanischen Nationalisten und Freiheitskämpfern Miquel und Josep Badia.
Geburt und Herkunft
- Miquel Badia
- Geboren: 10. März 1906, Torregrossa (Lleida)
- Josep Badia
- Geboren: 1910 (häufig 1908 angegeben), ebenfalls Torregrossa
Miquel und sein Bruder wuchsen in einem bäuerlichen Umfeld auf. Der Diktator Primo de Rivera in Spanien (1923-1931), ein Vorläufer Francos, der die katalanische Sprache im öffentlichen Raum verboten hatte, katalanische Organisationen, Jugendgruppen und Kulturvereine verbot, prägte und politisierte die Badias in ihrer Kindheit und frühen Jugend.
Bereits als Jugendliche traten sie Estat Català bei, einer katalanisch Nationalistisch-separatistischen Organisation. Miquel und Josep Badia bewunderten bereits früh Francesc Macià, den charismatischen Führer des frühen katalanischen Separatismus und Nationalismus, den ersten Präsidenten Kataloniens, Präsident der Generalitat Catalunya und Vorsitzenden der ERC (Republikanische Linke Kataloniens), der am 14.4.1931 in Barcelona die katalanische Unabhängigkeit proklamierte.
Miquel Badia:
- Wurde schnell zu einem der führenden Kader
- Spitzname: „Capità Collons“ (wegen seiner Furchtlosigkeit)
- Josep Badia:
- Weniger prominent, aber loyal und aktiv
Unterstützte seinen Bruder organisatorisch und politisch
Aufstieg in der Generalitat (1931–1934)
Nach der Ausrufung der Zweiten katalanischen Republik 1931 stiegen die Badias politisch auf.
- Miquel Badia
- Wurde Chef der öffentlichen Ordnung unter Innenminister Josep Dencàs
- Organisierte eine katalanische Sicherheitsmiliz
Miquel Badia
Ging gegen die Spanischistisch-imperialistischen Anarchosyndikalisten der CNT-FAI vor. Die Anarchosyndikalisten waren Gegner der katalanischen Unabhängigkeit, die den katalanischen Staat und jegliche Eigenstaatlichkeit zerstören wollten. Die CNT‑FAI verübte mehrere bewaffnete Aktionen, Attentate und Aufstände, die direkt gegen die Generalitat, gegen katalanische Institutionen und gegen katalanische Unabhängigkeitsakteure wie Estat Català gerichtet waren. Die CNT-FAI war Antikatalanisch und hauptsächlich zentralistisch, spanisch-sozialrevolutionär geprägt, weil ihre Ideologie aus Madrid, Andalusien und Aragón kam.
Mord an Miquel und Josep Badia
Miquel und Josep Badia wurden am 28. April 1936 von einer bewaffneten CNT‑FAI‑Gruppe ermordet, weil Miquel Badia als früherer Sicherheitschef der Generalitat als erbitterter Feind der Anarchisten galt. Der Tathergang war ein gezielter Hinterhalt in der Carrer Muntaner in Barcelona, bei dem Miquel das Hauptziel war und Josep starb, als er seinem Bruder zu Hilfe kam.
Flucht der Täter
- Die Attentäter flohen in einem dunkelroten Ford (Kennzeichen B‑39763).
- Auffällige Abwesenheit der Leibwächter
- Miquels Leibwächter standen ungewöhnlich weit entfernt an einer Straßenecke.
Katalanische Quellen vermuten zum Teil eine mögliche Komplizenschaft oder Wegsehen der republikanisch spanischen Behörden. Diese Interpretation, wird in mehreren zeitgenössischen Berichten erwähnt und ist durchaus plausibel. - Der Journalist Josep Maria Planes – ein Pionier des investigativen Journalismus in Katalonien, bewies in den 1930er Jahren die Existenz mysteriöser Kommunikationskanäle, die die physische Vernichtung der katalanischen Unabhängigkeit anstrebten. Offenbar gab es Kooperationen zwischen der anarchosyndikalistische Union CNT-FAI, dem lokalen organisierten Verbrechen und der rechtsextremen Gruppe Peña Ibérica, die dem Umfeld der spanischen, Faschistischen Francopartei „Falange Española“ angehört hatte. Möglicherweise könnte es beim Mord an den Brüdern Badia eine komplizenschaft zwischen der CNT-FAI und den spanischen Faschisten gegeben haben.
Fazit :
Die schlimmsten Verbrechen: Kulturellen Genozid und genozidale Verbrechen gegen Katalonien und die Katalanen begingen die spanischen Faschisten unter Diktator Franco und ab Juli 1936 mit Beginn des Krieges und der darauffolgenden franquistischen Diktatur. (1936–1975/1977.) Jedoch übten auch totalitäre stalinistische spanische Kommunisten und die Anarchosyndikalisten Gewalt gegen Katalonien, gegen die Generalitat, gegen die katalanische Nation und Staatlichkeit aus. So bald es um Katalonien ging kam es zum Teil sogar zu Kooperationen zwischen ideologisch verfeindeten Kastilischen Imperialisten. Der spanische Imperialismus in all seinen Formen – faschistisch, franquistisch, monarchistisch, kommunistisch, anarchosyndikalistisch, oder republikanisch – versuchte historisch gesehen seit 1714, Katalonien zu kolonialisieren, zu unterdrücken, auszubeuten und Genozidiale Gewalt gegen Katalanen auszuüben. Er übt bis heute Repression gegen die katalanische Unabhängigkeit aus und erkennt Katalonien nicht als eigenständige Nation an. Der Mord an Miquel und Josep Badia ist eine Mahnung an die Internationale Staatengemeinschaft, die Menschenrechte, das Selbstbestimmungsrecht der Katalanen, die UN-Charta und die katalanische Unabhängigkeit anzuerkennen. Gegen jede Form von Faschismus und Totalitarismus. Für ein demokratisches, unabhängiges und gerechtes Katalonien.
Quelle: memriaesquerra.cat
https://memoriaesquerra.cat/biografies/badia-capell-miquel
Quelle: www.spiegel.de
https://www.spiegel.de/politik/roeteste-region-a-e302624e-0002-0001-0000-000040859203
Quelle: www elnacional.cat
Quelle: https://link.springer.com
https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-1-349-24278-8_8
Quelle: mnm.verdi.de
https://mmm.verdi.de/internationales/spanien-als-terrorist-beschuldigt-96523
Quelle: my-politics-blog.com
https://my-politics-blog.com/katalonien-vor-95-jahren-unabhaengigkeitserklaerung-vom-14-april-1931/
Quelle: my-politics-blog.com
https://my-politics-blog.com/luis-companys-ein-leben-fuer-die-freiheit-kataloniens/
Quelle: my-politics-blog.com




