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Der neue Latente spanische Antisemitismus
Die spanische Regierung unter Ministerpräsident Pedro Sanchez (PSOE) hat den israelischen Botschafter aus Tel Aviv abberufen. Während Spanien wie Deutschland und die meisten europäischen Staaten immer noch mit dem Terrorstaat Russland, welcher unvermindert seinen Terror gegen die ukrainische Zivilbevölkerung fortsetzt, „normalisierte“ diplomatische Beziehungen pflegt.
Der Staat Israel und die rechtsgerichtete israelische Regierung unter Benjamin Netanjahu, die im Gazakonflikt Kriegsverbrechen begangen hatte und sich an den Angriffen der USA auf den Iran beteiligte, müssen kritisiert werden. Eine Kritik an Israel ist kein Antisemitismus. Wer aber alle diplomatischen Beziehungen zu Israel beendet, sollte erst recht seine Diplomaten aus Putin-Russland, Trump-USA, Xi Jingping-China, Meloni-Italien, aus Orban-Ungarn oder dem nach wie vor vom Mullahregime regierten Iran abberufen.
Diplomatischer Abbruch zu Israel nicht aber zu den USA und zu Trump
Die USA unter Donald Trump sind im Gegensatz zu Israel 2023 nicht von der Hamas überfallen worden, was keinen Angriff auf die Zivilbevölkerung in Gaza rechtfertigt. Aber die Raketen des Mullahregimes treffen nicht die Wähler der Republikaner in den USA, sondern die Kriegs- und leidgeplagte Bevölkerung im Nahen Osten und in Israel. Viele Israelis empfinden viel eher, dass ihre Regierung sie in einen großen Krieg gegen den Iran aufseiten der USA unter Donald Trump hineingezogen hat.
Spanien und Italien, Pedro Sanchez und Giorgia Meloni
In Italien gibt es seit 2022 eine Rechtsaußenregierung, die von Kritikern bereits als die „Enkel Mussolinis“ bezeichnet wurde. Menschenrechtsverletzungen gegen Migranten und marginalisierte Gruppen in Italien, bis hin zur Folter, wurden von Menschenrechtsorganisationen dokumentiert. Das Logo der italienischen Regierungspartei „Fratelli d’Italia“ zeigt neofaschistische Symbolik, während die Regierungspartei Lega von Matteo Salvini weiterhin als Russlandfreundlich gilt. Die Autonomie und das Selbstbestimmungsrecht der Süd-Tiroler und Welschtiroler aufgrund der UN-Charta garantiert, gelten Vertretern der „Fratelli“ als Feindbild. Dennoch pflegt Spanien unter einer sogenannten „Linksregierung“ enge „freundschaftliche“ Beziehungen zu Italien innerhalb von EU, NATO oder UN. Obwohl die Ideologie und Politik der italienischen Regierung mit progressiven, demokratisch-sozialistischen Werten in jeglicher Hinsicht absolut unvereinbar ist.
Spanien beendet diplomatische Beziehungen zu Israel, nicht aber zu den Diktaturen der mullahs im Iran oder zu China
Der Angriffskrieg der USA mit israelischer Unterstützung auf den Iran ist auch nach Meinung von Experten eindeutig völkerrechtswidrig. Zugleich ist das Mullahregime ein islamistisches, antisemitisches Terrorregime, welches Homosexuelle und Regierungsgegner und Minderheiten verfolgt und hinrichten lässt und dem Staat Israel mit der nuklearen Vernichtung gedroht hatte. Wohingegen in Israel LGBT Rechte gelten und das Land trotz aller Problematiken als die einzige Demokratie im Nahen Osten gilt.
Auch das enge Verhältnis Spaniens zu Xi Jingpings Diktatorischem Regim in China ist Teil der Problematik.
Fehlende Aufarbeitung des franquismus und latenter Antisemitismus
Das Vorgehen der spanischen Regierung, mit solchen Staaten und Regimen diplomatische Kontakte zu pflegen und zugleich den israelischen Botschafter abzuberufen, trägt latent antisemitische Züge.
Spanien selbst ist ein Staat, indem der Franquismus bis heute weiter lebt. Die Alt- und neu-franquistischen Parteien PP und VOX könnten bei Parlamentswahlen in Umfragen zusammen in Spanien auf über 50 % kommen. Memes, die Franco und den Faschismus verherrlichen, erleben gerade in Spanien auf Social Media Hochkonjunktur. Neonazis dürfen überall in Spanien rumlaufen und den Hitlergruss zeigen, ohne juristische Konsequenzen zu befürchten.
Katalonien, Baskenland, Kosovo, Palästina das Selbstbestimmungsrecht gilt für alle Völker – Die Genozidialen spanischen Verbrechen im Franquismus
Pedro Sanchez und seine sogenannte „Sozialistische Partei“ PSOE gelten als spanische Monarchisten und als Befürworter des grausamen tierquälerischen Stierkampfs. Das spanische Königshaus hat seine Wurzeln in der faschistischen Franco Diktatur (1936/1939-1975) und kann daher als Autoritär bezeichnet werden. Während des spanischen Bürgerkriegs und der Diktatur hatten Francos Truppen Genozidiale Verbrechen an Katalanen und Basken verübt, beide Länder waren ab 1931 kurzzeitig eigenständig gewesen, 1936 von den Franquistischen Truppen überfallen worden und hatten sich mit ihren eigenen Militäreinheiten gegen die Franquistischen Invasoren verteidigt. Pedro Sanchez erkennt die grausamen spanischen Verbrechen gegenüber Basken und Katalanen durch Angriffskrieg und Diktatur mit Hunderttausenden toten nicht als Genozide an, nutzt aber den komplexen Nahost-Konflikt, um vom „Genozid“ Israels an den Palästinensern zu sprechen. Die spanische Regierung erkennt den Staat Palästina als unabhängigen, Staat an, gesteht Katalonien und dem Baskenland aber nicht das Recht auf Unabhängigkeit und Selbstbestimmung zu. Bis heute erkennt Spanien hingegen die Unabhängigkeit des Kosovo nicht an. Das Selbstbestimmungsrecht gilt für Katalonien, Baskenland und Kosovo genauso wie für Palästina – Unabhängigkeit – zwei Staaten-Lösung. Eine sehr seltsame Doppelmoral, Pedro Sanchez sprach im Zusammenhang mit der ESC Diskussion Russland vs. Israel von „doppelten Standards“ einen Satz, den man im Kreml äußerst gerne hört. Diese Gleichsetzung der Putin Diktatur mit Israel ist trotz israelischer Kriegsverbrechen inakzeptabel.
Fazit
Spanien hat den offen antisemitischen Franquismus nie vollständig aufgearbeitet, trägt die historische Last der Inquisition, zählt in Umfragen zu den europäischen Ländern mit vergleichsweise hohen Zustimmungswerten zu antisemitischen Stereotypen, und die harte Regierungslinie von Pedro Sánchez gegenüber Israel trägt Latent Antisemitische Züge und kann ihm innenpolitisch nützen. In Umfragen gaben rund 50 % der Jugendlichen und jungen Spanier an, eine Diktatur nach dem Vorbild Franco zu befürworten. Ein äußerst besorgniserregender Trend. Pedro Sánchez hätte viel zu tun, er wäre gut beraten, keine Stereotypen zu bedienen und erst einmal vor der eigenen Haustür zu kehren.
Quelle: www.sueddeutsche.de
https://www.sueddeutsche.de/politik/italien-giorgia-meloni-fratelli-d-italia-faschismus-1.5639437
Quelle: www.juedische-allgemeine.de
https://www.juedische-allgemeine.de/israel/spanien-beruft-seine-botschafterin-in-israel-ab/
Quelle: www.deutschlandfunk.de
https://www.deutschlandfunk.de/spanien-beruft-botschafterin-aus-tel-aviv-ab-100.html
Quelle: www.elpuntavui.cat
Quelle: overton-magazin.de
https://overton-magazin.de/top-story/spanische-aufarbeitung-der-franco-diktatur-ist-nur-marketing/
Quelle: www.nd-aktuell.de
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1179547.katalonische-zeitzeugin-die-politik-mag-ich-nicht.html
Quelle: www.amnesty.de
https://www.amnesty.de/informieren/amnesty-report/italien-2023#section-23661967
Quelle: my-politics-blog.com
https://my-politics-blog.com/katalonien-vs-spanien-ein-politisches-unrecht/
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https://my-politics-blog.com/iran-selbstbestimmung-statt-krieg/
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https://my-politics-blog.com/tirol-schilder-rechtsextreme-angriffe-auf-die-sued-tiroler-identitaet/
Quelle: my-politics-blog.com
https://my-politics-blog.com/spaniens-doppelmoral-genozid-gaza-ukraine-und-katalonien/
Quelle: my-politics-blog.com
https://my-politics-blog.com/die-vergessenen-massaker-an-den-katalanen-unter-franco/




