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In Italien verherrlichen jedes Jahr an Geburts und Todestagen Neofaschisten den „Duce“ (ital. für „Führer“) an Orten wie Predappio dem Geburtsort des „Erfinders“ des Faschismus und verbrecherischsten italienischen Diktators Benito Mussolini.
Verherrlichung des Faschismus in Italien
Mussolini war Vorbild für und verbündeter von Adolf Hitler, dem verbrecherischsten deutschen Diktator und Mitbegründer der NSDAP. In Österreich wäre es unvorstellbar, dass in Braunau am Inn am 20. April zu Hitlers Geburtstag, oder am 8. Mai, dem Tag der Befreiung vom Faschismus und Nazi-Herrschaft, öffentliche Veranstaltungen zur Verherrlichung von Adolf Hitler und dem Nationalsozialismus stattfinden. Dies wäre in Österreich auch aus rechtlicher Sicht Wiederbetätigung auf Grundlage des Verbotsgesetzes und würde juristische Konsequenzen zur Folge haben. Auch in Deutschland ist die Verherrlichung des Nationalsozialismus verboten. In Deutschland und Österreich wurden Nazi-Denkmäler nach dem Krieg entfernt. In Italien stehen hingegen noch heute zahlreiche faschistische Denkmäler. Mitten in Rom steht beispielsweise bis heute ein Mussolini-Obelisk mit der Inschrift MVSSOLINI DVX (Mussolini der Führer.) Er wird regelmäßig gereinigt, restauriert und Nachts sogar noch wie eine „Sehenswürdigkeit“ beleuchtet. In Predappio in Norditalien, dem Geburtsort von Benito Mussolini, finden jedes Jahr zu Mussolinis Geburts oder Todestagen Veranstaltungen, Messen und Neofaschistische Aufmärsche statt. Oft wird dabei der sogenannte „Römische Gruß“ gezeigt, der als Geste, Vorbild und identisch mit dem Hitlergruß ist. Predappio ist ein Wallfahrtsort für Neonazis, Rechtsextreme und Neofaschisten. Faschistische Souvenirs, Mussolini-Artikel, oder beispielsweise Weinflaschen versehen mit Etiketten, die Bilder von den schlimmsten Menschheitsverbrechern wie Mussolini, Hitler, Putin, Franco oder Stalin zeigen, werden dort verkauft. Mussolini errichtete ab 1922 in Italien die erste faschistische Diktatur Europas.
Die Verbrechen des Faschismus unter Mussolini
Während der 1920er und 1930er Jahre war Mussolini in den Kolonialen Angriffskriegen auf dem Afrikanischen Kontinent beispielsweise in Libyen, Abessinien (dem heutigen Äthiopien) verantwortlich für Genozide gegen die Zivilbevölkerung mit Millionen toten. Das faschistische Italien war 1940 an Seiten Nazi-Deutschlands in den Zweiten Weltkrieg eingetreten. Als eine der drei Achsenmächte (Deutschland, Italien, Japan) beteiligte sich Mussolini an vorderster Front an den Angriffskriegen gegen Jugoslawien, Frankreich und in der damaligen Sowjetunion. Italien hatte 1940 Griechenland überfallen, dann mit deutscher Hilfe kurzzeitig eingenommen und besetzt. Auch der spanische Faschist und Diktator Francisco Franco, wurde von Mussolini während und nach dem Spanischen Krieg und genozidialen Angriffskrieg gegen Katalonien und das Baskenland intensiv militärisch unterstützt. Süd-Tirol das 1920 von Italien annektiert worden war, hatte besonders unter Mussolini und dem Faschismus zu leiden. Durch die Italienisierungspolitik der Faschisten wurden die deutschen- und ladinischen Sprachen und Dialekte in Süd-Tirol verboten. Österreichische und Tiroler Symbole zerstört, neue faschistische „Denkmäler“ errichtet. In Bozen stehen sie noch heute. Süd-Tiroler Zivilisten wurden von den faschistischen Schwarzhemden geschlagen, teils sogar ermordet. Katakombenlehrerinnen, die heimlich die deutsche Sprache unterrichtet hatten, deportiert und ermordet. 1938 erließ Mussolini Rassengesetze und ließ Juden in Konzentrationslager deportieren. Auch Menschen mit Behinderung, Sinti und Roma und Homosexuelle wurden unter Mussolini verfolgt und deportiert. Am 28.4.1945 wurde Mussolini in Norditalien bei der Flucht in einer deutschen Uniform nahe der Schweizer Grenze von Partisanen entdeckt und erschossen.
Neofaschismus in Italien – Von Mussolini über den MSI bis Meloni
Die Fratelli d’Italia, jene Regierungspartei, die heute in Italien mit Giorgia Meloni die Ministerpräsidentin stellt, hat tief sitzende neo-faschistische Wurzeln. Fratelli d’Italia ist die Nachfolgepartei des neofaschistischen MSI der 1946 von General Rodolfo Graziani, unter Mussolini war er Militärführer und später Kriegsminister des RSI der „Italienischen Sozialrepublik“ gegründet wurde. Die RSI war ein faschistischer Marionettenstaat im von Deutschland besetzten Norditalien, den Mussolini nach dem Einmarsch Allierter Truppen 1943 in Süd und Mittelitalien, zwischen 1943-1945 mit deutscher Unterstützung als Diktator angeführt hatte. Der MSI war ab 1946 ideologisch wie organisatorisch mit radikalen Gruppen vernetzt, die Attentate, Überfälle und andere squadristische Gewaltformen einsetzten, um die Errichtung einer neofaschistischen Diktatur anzustreben. Die Mussolini‑Flamme im MSI‑Logo – später von Melonis Fratelli d’Italia übernommen – bis heute das offizielle Logo der Melonipartei, symbolisiert das „ewige Feuer“ auf Mussolinis Grab und steht damit für die ideologische Kontinuität zum historischen Faschismus. Giorgia Meloni war ab 1992 in der Jugendorganisation des neofaschistischen MSI aktiv, wo sie sich an klassischer Rechtsaußen‑Propagandaarbeit, Mobilisierung von Schüleren und der Verbreitung der MSI Ideologie beteiligt hatte. Giorgia Meloni sagte 1996 in einem Interview des französischen Senders France 3, sie halte Mussolini für einen „guten Politiker“, der „alles, was er getan hat, für Italien getan“ habe. Mussolini sei „Der beste Staatsmann der letzten 50 Jahre“ gewesen. Das Giorgia Meloni die heutige italienische Ministerpräsidentin Mussolini offen verherrlicht hatte und dies in Italien heute offenbar kaum jemanden stört spricht für sich. Bis heute hat sich Meloni nicht von ihren früheren Aussagen und Ideologie distanziert. Melonis Jugendorganisation Gioventù Nazionale war laut Undercover‑Recherchen bei internen Treffen und Veranstaltungen in Rom in faschistische Rituale verstrickt, bei denen Mitglieder den römischen Gruß zeigten und „Duce“ sowie „Sieg Heil“ riefen.
Fazit
Die Tatsache, dass eine Partei, die in historischer Kontinuität zum Faschismus und zu Mussolini, dem Vorbild und wichtigsten Verbündeten Hitlers steht, in Italien einem der wichtigsten EU-Staaten regiert, begünstigt den enormen Rechtruck in Europa. In nahezu allen europäischen Ländern erstarken Rechte und rechtsextreme Parteien. In Sachsen-Anhalt steht die AFD laut neuester Umfragen derzeit bei 41 %. Giorgia Melonis Regierung verstößt laut Amnesty klar gegen internationales Recht. Amnesty beschreibt die Zustände in italienischen Haftzentren als menschenunwürdig:
- Überfüllung
- fehlende medizinische Versorgung
- fehlender Zugang zu Rechtsbeistand
- Berichte über rassistische Diskriminierung Diese Bedingungen verstoßen laut Amnesty klar gegen internationales Recht.
- Betroffen sind auch psychisch kranke Menschen, LGBTQ‑Geflüchtete, politisch Verfolgte und Menschen, die aus Ländern kommen, die Italien willkürlich als „sicher“ einstuft.
Die Politik der italienischen Rechtsregierung ist also nicht etwa „nur“ symbolisch. Obwohl Meloni und ihre Rechtsregierung versuchen Abtreibung zu erschweren, Aufklärung und LGBTIQ-Themen aus den Schulen zu verbannen, und Menschenrechte missachten, werden sie in Deutschland, in Europa und darüber hinaus oftmals als „moderat“ gelabelt. Zahlreiche Enkel und Urenkel von Benito Mussolini, wie beispielsweise die ehemalige Europaabgeordnete Alexandra Mussolini, sind oder waren seit den 1990er im Umfeld der italienischen Rechtsparteien, wie beispielsweise Berlusconis Forza Italia und den Nachfolgeparteien des MSI, aus dem auch Fratelli d’Italia hervorgegangen ist, aktiv. Dass Italien die drittgrößte Volkswirtschaft der Europäischen Union von den Urenkeln Mussolinis regiert wird, ist also keineswegs eine Übertreibung.
Quelle: www.derstandard.de
Quelle: www.jungewelt.de
https://www.jungewelt.de/artikel/491358.meloni-faschistisches-parteilogo-bleibt.html
Quelle: www.nd-aktuell.de
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Quelle: www.walksinrome
https://www.walksinrome.com/the-mussolini-obelisk-foro-italico-rome.html?utm_source=copilot.com
Quelle: suedtiroler-freiheit.com
https://suedtiroler-freiheit.com/2022/08/19/meloni-mussolini-war-ein-guter-politiker/
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https://suedtiroler-freiheit.com/2026/01/15/unrecht-erkannt-aber-nur-zur-haelfte-aufgearbeitet/
Quelle: laibacher-zeitung.si
https://laibacher-zeitung.si/sudtirol-und-seine-minderheitenrechte-innerhalb-italiens/
Quelle: www.amnesty.at
Quelle: www.zdfheute.de
Quelle: sueddeutsche.de
Quelle: schulissimo.de
https://schwulissimo.de/neuigkeiten/italien-zurueck-im-mittelalter-verbot-von-sexualkundeunterricht
Quelle: my-politics-blog.com
https://my-politics-blog.com/sued-tirol-und-oesterreich-schutzmacht-und-selbstbestimmung/
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https://my-politics-blog.com/rechte-regierung-in-italien-verbietet-lgbtiq-themen-in-schulen/
Quelle: my-politics-blog.com
https://my-politics-blog.com/brueder-im-geiste-afd-und-fratelli-ditalia-europas-rechtsruck/




